1792

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Chronologische Tafel über die wichtigsten Begebenheiten des Jahrs 1792, die Bezug auf den Krieg haben.

April.

20. Die französische National-Versammlung erklärt dem Könige von Ungarn und Böhmen den Krieg.

30. Verunglükte Versuche der Franken gegen das östreichische Belgien. Biron leidet bei Mons, Dillon bei Tournay. Elbec zieht in Veurne ein, verläßt es aber sogleich wieder.

Mai.

Custine besezt die Engpässe von Brundrutt. Kleine Postengefechte an den Belgischen Gränzen.

26. Schluß der Nat. Versammlung: "daß jeder verdächtige eidscheue Priester verbrannt werden soll."

Jun.

6. Schluß der Nat. Versammlung (auf den Vorschlag des Kriegsministers Servan) "daß bei Paris ein Lager von 20,000 Mann errichtet werden soll."

13. König Ludwig XVI. dankt den Kriegsminister Servan ab, so wie wenige Tage darauf auch die übrigen Minister von der Jacobiner-Partei.

16. La Fayette klagt in einem Schreiben an die Nat. Vers. von seinem Lager aus die Jacobiner an.

19. König Ludwig XVI versagt den beiden Schlüssen der Nat. Vers. die Verbannung der eidscheuen Priester und das Lager bei Paris betreffend, seine Genehmigung.

20. Volksauflauf in Paris. Man will den König zur Ertheilung seiner Genehmigung zwingen. Der König beharrt auf seinem verneinenden Entschlusse.

22. Der König schlägt nun selbst die Errichtung eines Zwischenlagers bei Soissons vor.

30. La Fayette kommt nach Paris, und klagt persönlich in der Nat. Vers. die Jacobiner an.

Jul.

3. Der Herzog von Braunschweig, Generalissimus der gegen Frankreich vereinigten östreichisch-preussisch-hessischen Armee, kommt nach Koblenz.

5. Die Nat. Vers. erklärt: "das Vaterland sey in Gefahr."

- - Franz II, König von Ungarn und Böhmen, wird zum teutschen Kaiser gewählt.

7. Die in Parteien zerrissene Nat. Vers. schwört Eintracht, schwört: "sie wolle weder Republik, noch 2 Kammern."

14. Kaiser Franz II wird in Frankfurt gekrönt.

17. Die Föderirten, die in's Lager nach Soissons ziehen, klagen in der Nat. Vers. La Fayetten und den König an. Heftige Debatten, die folgenden Tage hindurch, über La Fayette.

19. Kaiser Franz II, König Friedrich Wilhelm II von Preussen, und viele Fürsten kommen in Mainz zusammen.

25. König Friedrich Wilhelm II trift in Koblenz ein. Der Herzogs von Braunschweig Manifest an die Franken.

August.

Die Anklagen gegen König Ludwig XVI und La Fayette werden immer lauter.

3. Das Volk von Paris, den Maire Pethion an der Spize, fodert von der Nat. Vers. die Absezung des Königs.

8. La Fayette wird von der Nat. Vers. durch Stimmenmehrheit als unschuldig freigesprochen. Wuth des Volks darüber.

10. Das Volk stürmt das Schloß der Tuilerien. Mörderisches Gefecht. Der König, der sich in die Nat. Vers. flüchtet, wird suspendirt und mit seiner Familie als Gefangener in den Tempel gebracht. Der Zusammenruf einer National-Convention auf den 20 September wird beschlossen. In die Departemente und an die Armeen werden Abgeordnete geschikt. La Fayette wird vogelfrei erklärt.

11. Die Teutschen nahmen das Gränzstädchen Sirk hinweg, und streifen schon weit in Lothringen hinein.

19. La Fayette mit seinem Generalstabe, flüchtet aus Frankreich, wird aber im Lüttichschen von einer teutschen Streifwache angehalten, und gefangen erst nach Namur, dann nach Wesel, (endlich nach Magdeburg) gebracht.

23. Die Teutschen erobern die Veste Longwy.

24. Hohenlohe beginnt die Belagerung von Thionville.

31. Der Herzog von Braunschweig rükt vor Verdun.

September.

2. Wuth in Paris bei der Nachricht von der Belagerung Verdun's. Scheußliche Hinschlachtung der Staatsgefangenen daselbst. Aehnliche Würgeszenen in Versailles, Rheims xc. . . . Die ganze Nation wird zu den Waffen aufgerufen. . . . Verdun ergibt sich. Beaurepaire's Römertod.

4. Die Nat. Vers. schwört: "nie einen König mehr in Frankreich, und nie zu dulten, daß eine fremde Macht der Nation Geseze vorschreibe."

10. Die Nat. Vers. beschließt Krieg gegen den König von Sardinien.

11. Die Teutschen dringen von Verdun aus weiter in Frankreich vor. und in Champagne ein. . . . . Dumouriez's Lager bei St. Menehould.

14. Gefecht bei Clermont. Panischer Schreken unter den französischen Heere.

20. Treffen bei Suippe. Die Franken behaupten sich in ihrer Stellung.

21. Die National-Convention hält ihre erste Sizung. In derselben wird die Königswürde auf ewig abgeschaft und Frankreich zur Republik erklärt.

24. Die Oesterreicher fangen an, Ryssel zu belagern.

26. Montesquiou berichtet der Nat. Convention, daß er in Savojen eingefallen sey, und dasselbe ohne Mühe erobert habe.

28. In der Nacht vom 28 auf den 29 brechen die Teutschen ihr Lager in Champagne ab, und ziehen sich zurük.

30. Custine überfällt Speyer, und erobert die dortigen Magazine.

October.

7. Anselme bericht der Nat. Convention, daß er über den Var gesezt habe, und in Nizza und Montalban eingezogen sey.

8. Die Belagerung von Ryssel wird aufgehoben.

14. Die Franken ziehen wieder in Verdun ein.

15. Die Belagerung von Thionville wird aufgehoben.

20. Dumouriez, mit den Generalen Bourdonnay, Beurnonville, Valence xc. kommt nach Valenciennes, um den Feldzug in Belgien zu eröfnen.

21. Custine erobert Mainz durch Capitulation.

22. Neuwinger zieht in Frankfurt ein.

24. Der französische Vollziehungsrath beschließt: "die Soldaten der Republik sollten nicht eher die Waffen niederlegen, oder die Winterquartiere beziehen, als nachdem die Feinde über den Rhein zurük gedrängt seyn würden.

November.

6. Schlacht bei Gemappe.

7. Dumouriez zieht in Mons, und

14. in Brüssel ein.

27. Die National-Convention erklärt Savojen zum 84sten Departement, unter dem Namen: Departement des Montblanc.

28. Dumouriez zieht in Lüttich ein.

29. Miranda erobert die Citadelle von Antwerpen.

December.

Beurnonville's Versuche, gegen Trier vorzubrechen.

2. Die Preussen und Hessen erobern Frankfurt wieder.

- - Ein französisches Geschwader eröfnet die seit 1648 gesperrte Schelde.

3. Valence erobert die Citadelle von Namur.

11. König Ludwig XVI wird vor den Schranken der National-Convention über die gegen ihn verfaßte Anklagsurkunde verhört.

15. Die National-Convention schreibt den Generalen der Republik, die ihre Armeen in fremde Länder führen, eine besondre Instruction vor.

16. Dumouriez zieht in Achen ein.

26. König Ludwig XVI erscheint mit seinen Vertheidigern vor der National-Convention. Diese beschließt daß dessen Sache bis zum Urtheilspruche ununterbrochen forterörtert werden soll.



Quellen und Literatur.