Blasius Columban von Bender

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Bender (Blasius Kolumban Baron von), Feldmarschall, gebohren im Breisgau, trat sehr jung in österreichische Dienste und machte den Krieg 1741 und den 7jährigen gegen die Preussen mit; zeichnete sich bey mehreren Vorfällen aus und erhielt einige Blessuren.

Er war bis zum Kapitain gestiegen, als er sich mit einer Gräfin Isemburg vermählte. Dieser Allianz verdankte er ein schnelles Glück: in wenigen Jahren ward er nach einander Major, Obrist und Generalmajor, und erhielt das Kommando im Breisgau.

Nachdem er zum Generallieutenant ernannt worden war, vertraute man ihm die wichtige Festung Luxemburg als Gouverneur davon an. Bey den Unruhen in den Niederlanden von 1789 kommandirte er als Chef, und leitete, Trotz seines hohen Alters, den größten Theil der Operationen.

Er ward 1790 zur Würde eines Feldzeugmeisters erhoben und erhielt das Großkreuz des Marien Theresien Ordens, 1792 erlaubte ihm seine Alterschwäche nicht, thätigen Antheil an dem Kriege gegen Frankreich zu nehmen, er blieb daher in Luxemburg, das die Franzosen 1794 belagerten. Der alte General vertheidigte sich muthig acht Monathe lang; allein der Platz war nicht verproviantirt. Er mußte sich den 1sten Juny 1794 ergeben und die Besatzung erhielt eine ehrenvolle Kapitulation; sie ward, mit der Bedingung, ein Jahr lang nicht die Waffen zu tragen, nach Deutschland zurückgeschickt.

Baron Bender ward zum Generalgouverneur von Böhmen ernannt, zog sich in der Folge nach Mähren zurück und starb daselbst einige Zeit darauf.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.