Caroline Bonaparte

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Caroline zeichnete sich immer durch die grossen Anlagen ihres Geistes und Herzens vortheilhaft aus. Nach Abschluss des Concordats mit dem Pabste wurden die Schriftsteller, welche die christliche, und besonders die römischkatholische Religion in Schriften schmähten oder lächerlich machten, von allen Aussichten auf Beförderung im Staat ausgeschlossen oder sonst ziemlich strenge gezüchtigt. Selbst Pigault Le-Brün, ein beliebter, aber unmoralischer Roman-Dichter, ist 1805 wegen einer seiner sittenverderblichen Schriften bei einem Haare kaum einer kurzen Reise nach Cayenne entgangen, und hatte es einzig und allein der Fürbitte der Caroline zu danken gehabt, dass er nicht auch fortgeschickt wurde, den Herren Varennes und Beaujou, die einige anstössige Lästerschriften wider das Christenthum herausgaben, Gesellschaft zu leisten. Vor ein Paar Jahren, da Madame Mürat weder so vornehm, noch so reich war, wie jetzt, beschenkte er sie mit einem Exemplar von seinen Schriften; und sie ist, wider die herrschende Mode, ungalant genug gewesen, das Compliment nicht nur in gutem Andenken zu behalten, sondern hat es auch dadurch zu erwiedern gesucht, dass sie ihn zu ihrem Privat-Sekretär ernannte, welches jedoch durch Napoleon's Veto verhindert worden ist.

Quellen und Literatur

  • Gallerie der merkwürdigsten Personen des Hofes und Cabinets zu St. Cloud. Amsterdam und Cöln, bei Peter Hammer, 1815.