Charles-François Delacroix

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Lacroix de Constant, (Karl von) Deputirter der Marne bey dem Konvent, votirte Ludwigs XVI. Tod. Den 4 November 1795 ernannte ihn das Direktorium zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten, welche Stelle er bis zum 16. July 1797 bekleidete, wo ihn Taleyrand ablöste. Während seines Ministeriums unterzeichnete er den Frieden mit dem Herzog von Parma, unterhandelte mit Portugall und hierauf mit dem Lord Malmesbury, dem er endlich den Befehl, Paris zu verlassen, zukommen ließ.

Den 21. Januar 1797 glaubte er die Botschafter von Preussen und Spanien zur Jahrsfeyer der Hinrichtung Ludwigs XVI. einladen zu müssen, und schickte ihnen die Einladungskarte durch Gendarmen zu; diese beyden Minister, Sandes und Del-Campo, aber würdigten ihn gar keiner Antwort.

Im Oktober ernannte ihn das Direktorium zum Bothschafter in Holland. Er half daselbst die Revolution der Demokratenparthey ins Werk richten, die für einen Augenblick im Januar 1798 die Oberhand behielt, im folgenden Juny aber von Dändels vernichtet wurde. Lacroix beschwerte sich vergebens über die Verletzung der Würde des französischen Gouvernements, das dabey in seiner Person beleidigt worden wäre: das Direktorium, welches in Geheim um diese Beleigung wußte, gab ihm keine Genugtuung.

Bonaparte ernannte ihn im März 1800 zur Präfektur von dem Departement der Rhonemündungen, von der er in die der Gironde trat. Er starb zu Bourdeaux in den ersten Tagen des November 1805.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.