Charles-Jean-Marie Alquier

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Alquier, königlicher Advokat und Maire von Rochelle.

1789 war er Deputirter des dritten Standes dieser Stadt bey der Generalständeversammlung und ward nach und nach Mitglied des See- und Kolonieausschusses.

Während der ersten Gesetzgebung ward er Präsident vom Kriminalgerichte der Seine- und Oise-Departements und im September 1792 zum Deputirten bey dem Nationalkonvent ernannt, wo er den Tod Ludwigs XVI. votirte, mit dem Verlangen: daß die Exekution bis zum Frieden verschoben würde.

Nach der Besitznahme von Holland im Jahre 1795 half er die eroberten Länder organisiren.

Er ward Mitglied vom Rathe der Alten und Sekretär. Nach seinem Austritt aus dem gesetzgebenden Korps im May 1798, ernannte ihn das Direktorium anfangs zum Konsul zu Tanger, nachher zum ausserordentlichen Gesandten am Bayrischen Hofe.

Nach dem 18. Brümaire ward er zum Gesandten in Madrit ernannt, und als Bonaparte seinem Bruder Luzian diesen Posten übertrug, gieng Alquier 1802 als Gesandter nach Neapel und später nach Rom, von wo er aber im Frühjahr 1808 nach Paris zurückkehrte.

Quellen und Literatur

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.