Charles Marie de Beaumont d'Autichamp

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Autichamp (Karl, Ritter v.) Neffe des Marquis Autichamp, der in den Jahren 1792 bis 1794 unter Conde's Armee sich befand und 1797 in russische Dienste als Generallieutenant trat.

Der Ritter Antichamp war einer der Anführer in der Vendee. Den 14ten März 1793 schloß er sich an Catineau, der die Stadt Beaupreau gewonnen hatte, an. Die königlichen Armeen bedrohten Nantes. Ritter Autichamp stieß daher nebst Fleuriot de la Fleurière und de Scepeaux zu der Armee seines Schwagers Bonchamp. Trotz dieser Vereinigung aber wurden sie im Monath August bey Doué geschlagen.

Bey dem Rückzuge von Mans gerieth Autichamp in die Gefangenschaft und entgieng nur dem Tode dadurch, daß er sich unter einem falschen Nahmen bey einem Regiment Husaren der republikanischen Armee anwerben ließ.

Als die Unruhigen einige Monathe nachher zum zweyten Mahle zu den Waffen griffen, gieng er in die Vendee zurück und erhielt die Stelle des zweyten Befehlshabers in Stofflets Armee; dazu von den Prinzen des Hauses das Ludwigs-Kreuz. Nach Stofflets Tode ward er zum obersten Befehlshaber von dem Truppenreste ernannt, der sich bald ganz auflößte.

Da nichts mehr mit den Waffen zu thun war, ergriff er die Feder, und suchte die Provinz durch Proklamationen zu beunruhigen.

Nach der Gefangennehmung und dem Tode Charette's fand es Autichamp für gut, mit dem General Hoche zu unterhandeln und sich den Gesetzen der Republik zu unterwerfen.

Er lebte hierauf ruhig und still auf seinen Gütern an der Niederloire bis 1799. Da stellte er sich abermahls an die Spitze der Vendeer auf dem linken Ufer, brachte jedoch nur eine kleine Anzahl von ihnen zusammen und bildete aus ihnen eine Art Chouanerie.

Unter dem Gouvernement der Konsuln war er einer der ersten, die den Frieden mit dem General Hedouville unter Vermittlung des Abbé Bernier unterhandelten. Nach dem Abschlusse kam er nach Paris, und blieb einige Zeit daselbst.

Er scheint sich, ohne Rückhalt, der Regierung unterworfen zu haben und die Sicherheit seiner Person und den Genuß der Gemächlichkeit und Ruhe, den Mühseligkeiten und Unruhen des Kriegs vorzuziehen.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.