Christian Friedrich Pfeffel

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Pfeffel (C. F.) geboren zu Colmar den 3. Oktober 1726, widmete sich dem Studium der Diplomatik und ward Professor des öffentlichen Rechts zu Strasburg. Seine Talente hatten die vorige französische Regierung auf ihn aufmerksam gemacht, daß sie ihn zu einer wichtigen Stelle im Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten berief, und da er in dem öffentlichen Rechte Deutschland sehr bewandert war, leitete er, 20 Jahre hindurch, grossentheils alle Geschäfte dieses Ministeriums, die auf das Land Bezug hatten. Da er Frankreich in den ersten Jahren der Revolution hatte verlassen müssen, wurden seine Güter verkauft. Nach den 18. Brümaire kehrte er nach Paris zurück.



Sein Sohn, der in demselben Fache angestellt war, trat nachher in Dienste des Herzogs von Zweybrücken und sodann in die des Churfürsten von Bayern, Maximilian I., der ihn 1803 als Geschäftsträger nach England sandte. Hier blieb er bis zur Vertreibung des englischen Ministers Drack aus München, worauf ihn der Lond r Hof, um Repressalien zu gebrauchen, gleichfalls zurückschickte.



Ein Verwandter desselben, der berühmte blinde Dichter Pfeffel starb 1809 allgemein geschätzt.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.