François-Ambroise Didot

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Didot (François Ambroise), geb. 1730 zu Paris, einer von denjenigen Männern, welche sich um die Buchdruckkunst große Verdienste erworben haben.

Der Sohn eines geschickten und kenntnißvollen Buchdruckers, erbte er von seinem Vater Liebe und Enthusiasmus für seine Kunst. Bei näherer Betrachtung eines der baskervilleschen Meisterstücke entstand bei ihm der Vorsatz, wo möglich, den englischen Künstler noch zu übertreffen. Die Verbesserungen der französischen Lettern, mittelst des von ihm erfundenen Typometers, durch welche er sie in das angenehmste Verhältniß zu einander brachte, aber auch die Vervollkommnung des Papiers war sein Hauptaugenmerk; besonders war dies der Fall mit dem Velinpapier, welches von ihm herrühren soll und auf welches er schon 1781 drucken konnte; auch legte er eine schöne Papierfabrik an. Er verbesserte auch die Stege, vervollkommnete den Mechanismus der Pressen xc. Uebrigens sind seine schönen und höchst correcten Ausgaben, auch die, welche er auf Befehl Ludwigs XVI. für den Dauphin (in usum Delphini) druckte, hinlänglich bekannt. Er starb am 11. Juli 1804 mit dem Ruhm eines braven Mannes und trefflichen Vaters.

Zwei Söhne, Pierre und Firmin, erzog er ganz für die Kunst, und sie sind die berühmtesten Buchdrücker Frankreichs geworden. Sie, und der Buchdrucker Hersan (vorzüglich Firmin Didot) vervollkommneten die Stereotypen (s. d. Art.), ihres Vaters Erfindung.

Auch der Bruder des erstern (Pierre François Didot), geb, 1732, gest. 1795, war als Buchdrucker und Buchhändler berühmt.


Quellen und Literatur.

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.