Domenico Pino

Aus NapoleonWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Pino vormals General in Diensten der cisalpinischen Republik und hierauf Kriegsminister des Königreichs Italien.

Er schlug sich hitzig in Mailand zu der Parthey der Franzosen, diente mit Auszeichnung als Chef der cisalpinischen Legion und erhielt 1797 den Auftrag, von einigen Gütern, welche dem Herzog von Paroca gehörten, Besitz zu nehmen.

1799 kommandirte er mit seinem Freunde Lahoz zu Pesaro, und wurde, so wie jener, von dem zu Bologne kommandirenden General Montrichard seiner Stelle entsetzt, weil er sie des Plans, sich unabhängig zu machen, in Verdacht hatte. Lahoz stellte sich an die Spitze eines Aufruhrs gegen die Franzosen; Pino, großmüthiger, unterdrückte seinen Verdruß und warf sich in die Arme des General Monnier, der zu Ancona kommandirte und ihn mit Erfolg bey der Vertheidigung dieses Platzes anstellte. Als Lahoz auf den Tod verwundet und zum Gefangenen gemacht worden war, verlangte er Pino zu sehen, dessen zerrissenes Herz zwischen Freundschaft und seinen Pflichten schwankte. Pino wandte den Blick von einem Menschen ab, den er nicht anders, als für einen Verräther ansehen konnte, und gab auf die dringenden Bitten des gefangenen Lahoz selbst, einem Cisalpiner den Befehl, ihn vollends zu tödten, um ihn der Schande eines schimpflichen Gerichts zu entziehen.

1802 wurde ihm das Kommando von Romagne übertragen, und nach Errichtung des italienischen Königsreichs ernannte ihn Napoleon zum Kriegsminister.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.