Félicité de Genlis

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Genlis, (Brulart von Sillery, Gräfinn von) Gouvernante der Kinder von Orleans, Schwester des Marquis Ducrest, des Orleansschen Kanzlers, Gemahlinn des Grafen Sillery, ebenfalls in den Diensten dieses Prinzen, und Verfasserinn einer grossen Anzahl Schriften, die vor zehn Jahren schon mehr als 25 Bände betragen sollten, jetzt über 40 ausmachen würden.

Als eine Dame, die mit ihrem Eintritt in die Welt sich durch ihre empfehlenden Talente, ihrem gebildeten Geist und angenehme Figur bemerkt machte, ward Frau von Genlis sehr jung vermählt und hatte Gelegenheit, sich bey guter Zeit die Farben zu ihren späteren Gemählden zu mischen. Gemacht zur Beobachterinn der Gesellschaft, von der sie auf eine bewunderungswürdige Art die Lächerlichkeit aufzufassen, mit Feinheit alle Nuanzen zu unterscheiden und geschickt alle Treulosigkeit zu ahnden versteht, hätte die nur sollen durch die Natur ihrer Verhältnisse und Verbindungen keine Rolle in der Revolution zu spielen haben.

Sie verließ 1792 Frankreich und hielt sich zu Deutschland bis zur Regierung Bonapartes auf.

Im Jahr 1805 hat ihr die Regierung eine Pension von 6000 Livres zugestanden.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.