Fürstentum Verden

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Verden, Fürstenthum im westphälischen Kreise, welches gegen Süden an die Grafschaft Hoya, gegen Westen an das Herzogthum Bremen, gegen Norden und Osten aber an das Lüneburgische gränzt, und ungefähr 6 deutschem Meilen in der Länge und in der Breite, oder 24 Meilen Flächeninhalt und 16088 Einwohner hat, (im J. 1792). Im J. 1810 fanden sich hier aber 22556 Seelen.

Vor diesem war es ein Bißthum, welches aber im westphälischen Frieden secularisirt, und an die Krone Schweden abgetreten worden, 1712 nahmen es die Dänen ein, und traten es hernach an das Kurhaus Braunschweig ab. Seit dem J. 1807 gehörte das Fürstenthum dem Kaiser Napoleon, welcher es 1810 dem Königr. Westphalen zutheilte. Der größere nördliche Theil ist zum Norddepart. und ein südöstliches Stück zum Departem. der Niederelbe gezogen worden. Am Ende des nämlichen Jahrs wurde es dem Französ. Departem. der Wesermündungen zugetheilt.

Die Hauptstadt heißt gleichfalls Verden.


Quellen und Literatur.

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.