François-Joseph Westermann

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François Joseph Westermann, General der Republik, geb. zu Molsheim, im Elsaß, wurde am 16. Germinal des Jahres 2 (1793) guillotinirt.

Beim Ausbruch der Revolution schon Offizier und wegen seiner politischen Meinung den Republikanern sich empfehlend, wurde er zu Anfang des Kriegs zu der Ardennenarmee als Commissär geschickt, wo ihn Dumouriez bald darauf als Generaladjutant gebrauchte. Als Befehlshaber der Nordlegion rechtfertigten Talente und Muth seine Erhebung. Im Jahre 1793 wurde er Brigade-General, ging dann in die Vendée, erkämpfte dort unter Byron bei Parthenay und Chatillon große Vortheile über die Royalisten, wurde aber dennoch, da er bei der letzten Stadt (5. Juli 1793) eine Niederlage erlitt, seiner Würde entsetzt und von den Nationalconvent gefordert. Seine Rechtfertigung vor dem Kriegsgerichte verschaffte ihm jedoch bald eine neue Anstellung in der Vendée, wo er nun, zufolge der erhaltenen Befehle, die Städte Thouars, Bressuire und Tissanges niederbrannte und die Schlösser und Landgüter der Herren Lescure und la Roche-Jacquelin verwüstete. So sehr er auch diesen unmenschlichen Befehlen nachgekommen war, so rettete es ihn doch nicht von einer neuen Verfolgung. Abermals vor Gericht gestellt, starb er auf dem Blutgerüste zugleich mit Danton, Camille-Desmoulins und mehreren andern.


Quellen und Literatur.

  • Dr. R. Fl. Leidenfrost's französischer Heldensaal oder Leben, Thaten und jetzige Schicksale der denkwürdigsten Heroen der Republik und des Kaiserreichs, insonderheit der Waffengefährten und Marschälle Napoleons. Ilmenau, 1828. Druck und Verlag von Beruh. Friedr. Voigt.