François-René de Chateaubriand

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Chateaubriant.

Chateaubriant, Neffe von Malesherbes, ward durch die Revolution genöthigt, Frankreich zu verlassen. Er begab sich anfangs nach dem nördlichen Amerika, wo er auf seinen Reisen in den Wüsteneyen zuerst den Plan zu seinem Werke: Geist des Christenthums, anlegte und auch die berühmte Atala schrieb.

Als er nach Europa zurückgekommen war, reiste er in Deutschland, wo sein in sich gekehrtes nachdenkendes Wesen Veranlaßung gab, daß ihn 1799 die österreichischen Truppen arretirten, weil sie ihn mit ganz andern Sachen, als mit der Literatur beschäftigt glaubten. Auf die Fürsprache mehrerer Personen von Auszeichnung erhielt er seine Freyheit wieder, und begab sich nach London.

Nach dem 18ten Brümaire benutzte er die Erlaubniß nach Frankreich zurückzukehren, ließ nunmehr in Paris den Druck seines Geistes des Christenthums beginnen. Das Werk veranlaßte die strengsten Kritiken und größten Lobeserhebungen.

Chateaubriant war 1803 Gesandschafts-Sekretair in Rom unter Kardinal Fesch, jedoch nur für kurze Zeit, erhielt die Ernennung zum französischen Minister in Wallis, verließ aber ebenfalls diesen Posten im März 1804.

Im Jahre 1806 soll er nach Palästina gereiset seyn; die Frucht dieser Reise ist sein eben erschienenes Werk: die Märtyrer.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.