Franz Kasimir von Kleist

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Kleist, preußischer General, zeichnete sich in dem Feldzuge von 1793 am Rhein, namentlich bey der Belagerung von Maynz, den 30. Juny bey der Affaire von Monbach und den 13. July 1794 bey der Schlacht von Lautern aus, wo er verwundet wurde.

Hierauf erhielt er das Kommando eines Korps gegen die Pohlen und half, nach der Einnahme von Warschau, die Reste der pohlnischen Armee auseinander streuen.

1802 besetzte er das Churfürstenthum Hannover und räumte es im November desselben Jahres.

1806 führte er abermals die ersten Truppen nach Hannover, welche von diesem Lande Besitz nahmen. Nach der verlornen Schlacht bey Jena am 14. Oktober übertrug ihm sein Monarch des Kommando der wichtigen Festung Magdeburg. Freylich war aber die Festung schlecht verproviantirt und die Eile der Franzosen ließ diesen Fehler nicht gut machen. Dieser Umstand soll ihn hauptsächlich bewogen haben, diese Festung, ohne daß ein Schuß geschehen war, am 8. November mit 23,000 Mann Kriegsgefangenen und 800 Kanonen durch Kapitulation zu übergeben.

Kurz darauf starb er in seinem Gasthause zu Berlin.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.