Frieden von Campo Formio

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Friede zu Campo Formio.

Der 17. October 1797.

In diesem Frieden trat Oesterreich seine Niederlande an die französische, Mayland und Mantua an die cisalpinische Republik, und Breisgau an den Herzog von Modena ab. Dagegen erwarb es Venedig mit allen Ländern, die in einer bedungenen, von Tyrol ausgehenden, und an der Mündung des Po endenden Markung lagen. Es nahm zugleich Istrien, Dalmatien, und die venetianischen Inseln im adriatischen Meere sammt den Mündungen des Cattaro in Besitz.

Frankreich behielt von diesem ehemaligen Eigenthum der zertrümmerten Republik Venedig die Inseln Corfu, Zante, Cephalonia, St. Maura, Cerigo, und alle ihre Niederlassungen in Albanien unterhalb dem Meerbusen von Lodrino. Ferner wurde für die österreichischen und cisalpinischen Unterthanen freye Schiffahrt auf den Gränzflüssen, Handelsvortheile, Freyzügigkeit und Amnestie bedungen. Zu Rastadt sollten nachträglich Bevollmächtigte des deutschen Reichs und der französischen Republik zwischen beiden den Frieden unterhandeln.


Campo Formido.

Campo Formido, gewöhnlich, aber unrichtig, Campo Formio, ein kleines Castell bei (oder vielmehr eine Vorstadt von) Udine, im österreichischen Friaul, oder im vormaligen Departement Passeriano des Königreichs Italien, merkwürdig durch den in der Nacht vom 17ten auf den 18ten Oct. 1797 zwischen Oesterreich und Frankreich, und zwar von Seiten Oesterreichs von den Gesandten Cobenzl, Merveld, Degelmann und Marches di Gallo, von Seiten Frankreichs vom General Buonaparte daselbst unterzeichneten Frieden, dessen Hauptbedingungen in dem Art. Friedensschlüsse angegeben sind.


Quellen und Literatur.

  • Historischer Militair-Almanach des 16. 17. 18. und 19. Jahrhunderts. Mit besonderer Hinsicht auf das letztere, und den oesterreichischen Kaiserstaat. Mit 15 Portraits, für Freunde der neueren und neuesten Kriegsgeschichte von Johann Ritter von Rittersberg. Prag bei C. W. Enders 1825.
  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.