Frieden von Paris (1814)

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Friede zu Paris zwischen Ludwig dem XVIII. und den Verbündeten.

Der 30. May 1814.

Der Krieg gegen Napoleon in Deutschland durch die grosse Leipziger Schlacht entschieden, endigte nach neuen Siegen auf französischem Boden durch dessen Thronentsagung und Einsetzung des Bourbons Ludwig XVIII. auf den Thron seiner Väter. Durch diesen wurde am 30. May 1814 auf folgende Bedingungen der Friede mit Frankreich vermittelt, welchen Metternich für Oesterreich, Rasumowsky für Russland, Hardenberg für Preussen, und Castlereagh für England unterzeichneten: Frankreich erhielt in selbem die Gränze von 1792. Das Haus Oranien erhielt die Königswürde der Niederlande. Deutschland vereinigte ein Foederativbund. England erhielt Malta, Tabago, St. Lucia und mehrere holländische Colonien. Spanien seine Hälfte von St. Domingo. Russland bildete das Königreich Pohlen, Preussen das Grossherzogthum Posen. Cracau wurde ein kleiner Freystaat. Preussen erhielt bis auf kleine Abtretungen seine Provinzen zwischen der Elbe und dem Rhein, die Hälfte von Sachsen, ganz schwedisch-Pommern, und die Nassau-oranischen Länder, nebst andern Gebieten am Rhein, die es zum Grossherzogthum Niederrhein erhob. Oesterreich erhielt den Tarnopoler Kreis in Pohlen, sein Tyrol und Vorarlberg wieder, und schuf das Illyrische und Lombardisch-Venetianische Königreich. Modena, Florenz fielen an die alten Gebieter zurück. Die Bourbons in Sizilien, der Pabst und der König von Sardinien, welcher überdies die Republik Genua erhielt, wurden restituirt. Parma und Piancenza fielen an Napoleons Gemahlin die Kaiserin Marie Louise. Lucca an die Schwester Ferdinands VII. von Spanien ehemalige Königin von Hetrurien. Mit Würzburg, Aschaffenburg und Rheinbayern wurde Bayern vergrössert. Später fanden noch Ländertausche unter mehreren deutschen Fürsten Statt.


Quellen und Literatur.

  • Historischer Militair-Almanach des 16. 17. 18. und 19. Jahrhunderts. Mit besonderer Hinsicht auf das letztere, und den oesterreichischen Kaiserstaat. Mit 15 Portraits, für Freunde der neueren und neuesten Kriegsgeschichte von Johann Ritter von Rittersberg. Prag bei C. W. Enders 1825.