Gaspard Jean-Baptiste Brunet

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Gaspard Jean Baptiste Brunet, Oberbefehlshaber, geb. zu Valensol in Dauphiné, ward zu Paris den 6. Novbr. 1793 guillotinirt.

Brunet war ein eifriger Anhänger der französischen Revolution und wurde deshalb 1791 zum Maréchal de Camp ernannt. Im folgenden Jahre befehligte er die Vorhut der Armee des Var und schon im Dec. erhielt er an des General Anselme Stelle den provisorischen Oberbefehl. Als dies Armee den Namen der italienischen bekam, trug er (14. Febr. 1793) unter Biron mit dem General Dagobert zur Eroberung der Verschanzungen bei Sospello bei, so wie er auch (2. März) den sardinischen Truppen die furchtbare Stellung bei Belvedère entriß. Am 20. Mai übernahm er den Oberbefehl über die italienische Armee, jedoch unter Kellermann, der über die Alpen- und italienische Armee gesetzt war. Am 2. Juni kündigte Brunet dem Kriegsminister an, daß er die Vorposten des feindlichen Lagers auf dem Furca zurückgetrieben habe und noch am 17. bestand er einen gleich glücklichen Angriff gegen die Feinde. Dennoch wurde er der Verrätherei angeklagt, als habe er mit zur Wegnahme Toulons beigetragen, und demgemäß nach Paris gebracht, wo er (6. Nov.) guillotinirt wurde.


Quellen und Literatur.

  • Dr. R. Fl. Leidenfrost's französischer Heldensaal oder Leben, Thaten und jetzige Schicksale der denkwürdigsten Heroen der Republik und des Kaiserreichs, insonderheit der Waffengefährten und Marschälle Napoleons. Ilmenau, 1828. Druck und Verlag von Beruh. Friedr. Voigt.