Giuseppe Albani

From NapoleonWiki
Jump to: navigation, search

Albini (Joseph), Kardinal, Neffe des Vorhergehenden, gebohren zu Rom 1757.

Von seiner Jugend an verrieth er mehr Hang zu Vergnügungen als zu den Wissenschaften und überließ sich, ganz seiner Liebe zur Musik: hauptsächlich war die Violine das Instrument, das er andern vorzog, und auf dem er viel leistete.

Er ward zum Präfekt der Annone (Getreide-Lieferungsamt) ernannt.

Als ihm die Stelle eines Nuntius zu Wien angetrugen wurde, damit er desto eher zur Kardinalwürde befördert werden könnte, schlug er dieselbe aus. Pius VI. ließ ihn deshalb lange ohne Anstellung. Endlich machte er ihn zum Auditor der päbstlichen Kammer.

Den 24sten Oktober 1796 brachte er die Kopie des zwischen dem Pabste und Könige von Neapel abgeschlossenen Vertrags nach Wien, wo er, während der fernern Unruhen in Italien, sich fortwährend aufhielt.

Erst Pius VII. ertheilte ihm den Kardinalshut im Jahr 1801; er war der zweyte, der ihn von diesem Pabste erhielt.

Quellen und Literatur

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.