Giuseppe Gorani

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Gorani, (J. Graf v.) Mayländischer Edelmann, der, verführt durch die Ideen der Neuerer und des damaligen Philosophismus, mehrere Werke in diesem Geiste verfaßte, namentlich: Geheime Memoiren über Italien; Abhandlung gegen den Despotismus; Untersuchung über die Wissenschaft der Regierung, von welchem letzten 1792 eine Uebersetzung zu Paris erschien. Seine Grundsätze über Freyheit und Gleichheit, über die Rechte des Volks und über die Aufhebung der Geburtsunterscheidungen veranlaßten, daß er aus der Liste des Mayländischen Adels gestrichen und seine Güter eingezogen wurden; wofür ihm von der andern Seite der Titel eines französischen Bürgers, nach dem er strebte, durch ein Dekret der gesetzgebenden Versammlung zugestanden wurde. Dessen ungeachtet flüchtete er sich nach Frankfurt, wo er zu Ende 1792 starb.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.