Jean-Baptiste Lacoste

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Lacoste (Johann Baptist) Advokat, Deputirter bey dem Convent, wo er Ludwigs Tod votirte.

Er war beynahe stets in Sendungen abwesend, sowohl in den Departements der Oberloire, des Rheins und der Mosel, als bey den Nordarmeen, wo er sich ausserordentlich tapfer benahm. Bey Hagenau bediente er selbst die Kanone, und bey Kaiserslautern wo er Zeuge von Hoches Niederlage war, im Dezember 1793, zeigte er sich auf dem Schlachtfelde in dem dichtesten Handgemenge. Hierauf wohnte er der Eroberung von Holland in dem Winterfeldzuge 1795 bey.

Er ließ bey seinen Sendungen alle Schreckensmaßregeln, auf die sich die damahlige Regierung gründete, vollziehen; aber niemahls sah man ihn, wie so viele andere, sich von dem Raube seiner Schlachtopfer bereichern.

Auch fand er -- als ihn den 1. Juny 1795 Dentzel und Faure wegen seines Benehmens in seinen Sendungen denunzirten und ihm Schuld gaben, im Elsaß die Kommission, welche unter der Direktion Schneiders so viel Blut vergoß, organisirt zu haben, -- in Delahaye einen Vertheidiger, der, ob er schon als Girondist proscribirt war, sich nicht versagen konnte, Lacoste Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und verlangte, daß er bey einer Krankheit in seinem Hause ohne Gensdarmen gelassen werde, "weil er, sagte jener, sich nicht bezahlen könnte." Dessen ungeachtet traf ihn der Verhaftbefehl, den sodann die Amnestie aufhob.

Zu Ende 1800 wurde Lacoste zur Präfectur des Departements der Waldungen (des Forêts) berufen, in welcher Stelle er sich 1806 noch befand.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.