Jean-François Moulin

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Moulin.

Er war nichts als ein guter Soldat. In dieser Hinsicht war sein Laufbahn so glänzend, daß ihn die Erklärung nicht beleidigen kann, daß er nicht zum Magistrat gemacht war. Moulin war von der untersten Stelle zu der eines Divisionsgenerals gelangt.

Er war Wagenmeister beim ersten Bataillon, welches im J. 1791 aus Paris marschirte, um die Gränzen, welche man in Gefahr glaubte, zu vertheidigen. Der Krieg der Vende'e gab ihm Gelegenheit, sich auszuzeichnen, nach einer glänzenden Handlung wurde er zum Divisionsgeneral gemacht. Als er Sitz und Stimme im Direktorium hatte, füllte er physisch seine Stelle aus, sonst weis man nichts von ihm. Am 18. Brumaire wollte er den Begebenheiten, welche der Auflösung des Direktoriums vorangiengen, einigen Widerstand leisten. Allein er wurde in eine Vergessenheit gestürzt, aus welcher er sich noch nicht wieder herausreissen konnte.


Moulin..

Moulin, französischer Divisions-General, war anfangs in dem Innern angestellt, kommandirte einige Zeit die Brester Küstenarmee, und hierauf im October 1794 die der Alpen, wo er ziemliche Einsicht und viele persönliche Tapferkeit zeigte.

Da er 1796 eine Division im Elsaß kommandirte, wendetet er sich den 18. September mit einer unglaublichen Schnelligkeit gegen Kehl in dem Augenblicke, wo der österreichische General Petrasch einen Theil dieser Feste dem General Scherb genommen hatte, und half diesem die verlornen Posten wieder gewinnen.

Er kommandirte hierauf 1798 und 99 die Division von Paris und leitete die Verhandlungen der Militärkommissionen, welche eine große Anzahl Ausgewanderter zum Tode verurtheilten.

Nach der Krise des 30. Prairial, welche Merlin, Laraveillère und Treilhard aus dem Direktorium stieß, wurde Moulin in dasselbe berufen. Er machte mit Barras und Gohier gemeine Sache und entwarf mit ihnen den Plan, eine Konstitution abzuändern, für die sie sich nicht mehr geeignet fühlten.

Nachdem ihn seiner Seits der 18. Brümaire wieder gestürzt hatte, trat er wieder in Dienste und erhielt zuerst das Kommando zu Antwerpen.

Jetzt ist er Mitglied der Ehrenlegion und Baron.


Quellen und Literatur.

  • Französische Miscellen Erster Band. Tübingen in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung 1803.
  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.