Jean-Paul Rabaut Saint-Étienne

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Jean Paul Rabaut de St. Etienne.

Rabaud (Jean Paul de Saint Etienne), Mitglied der constituirenden Nationalversammlung und des Convents, ward zu Nismes geboren, wo sein Vater protestantischer Geistlicher war. Rednertalente und mannichfaltige Kenntnisse vereinten sich in Rabaud.

Die zunehmende Anarchie in Frankreich bewog ihn, sich auf die Seite der Girondisten zu wenden, deren Loos er auch theilte, als sie geächtet wurden. Er hielt sich eine Zeit lang bei Paris verborgen, wurde aber durch eine treulose Magd verrathen, und mußte am 5ten December 1793 das Blutgerüst besteigen.

Seine Gattin wählte freiwilligen Tod, um sich der Wuth der Jacobiner zu entziehen. Sie setzte sich an einen Brunnenrand, drückte ein Pistol auf sich ab, und stürzte so entseelt in die Tiefe. Unter Rabaud's Schriften zeichnet sich sein Almanac historique de la révolution Franc. 1792 durch edeln Ton und geistvolle Darstellung aus.


Quellen und Literatur.

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.