Johann I. Joseph (Liechtenstein)

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Lichtenstein, (Fürst Johann von) geboren 26. Juny 1760, Ritter des goldnen Vliesses, Großkreuz des Theresienordens xc. succedirte seinem Bruder Aloys im Jahre 1805 als regierender Fürst.

Er ward in dem Feldzuge von 1793 als Oberst angestellt und zeichnete sich den 12. September bey Bouchain durch seine Einsicht und Tapferkeit aus.

Im Juny 1794 erhob ihn der Kaiser zum General-Major, und er benahm sich von neuem auf eine äusserst glänzende Weise in den Gefechten vom 24. 25. und 26. August 1796 bey Forchheim, Bamberg und Hernspach, so wie den 1. 2. 3. September in den Affairen bey Würzburg.

Er wurde hierauf Feldmarschallieutenant und ging zur Armee in Italien, wo er während des Feldzugs von 1799 diente.

1805 wurde er bey Ulm zum Kriegsgefangenen gemacht. Nachdem er auf sein Ehrenwort entlassen worden war, ward er einer der Bevollmächtigten, denen der Kaiser die Friedensunterhandlungen mit Frankreich übertrug, und unterzeichnete die Artikel den 1. Januar 1806 zu Preßburg.

Die im Rheinbunde gelegenen Besitzungen hat er seinem dritten Sohne Karl abgetreten.

Nach dem Frieden ward Fürst Johann General der Kavallerie, und Kommandant von Oesterreich und der Residenz Wien.

Beym Wiederausbruch des Kriegs 1809 kommandirte er die Reservekavallerie, zeichnete sich vorzüglich in der Schlacht bey Aspern und dann in jener bey Wagram aus und wurde dann zum Feldmarschall erhoben. Nach dem Abgange des Erzherzogs Karl übernahm er das Oberkommando. Dann ward er zum Friedensunterhändler ernannt und schloß denselben auch zu Wien am 14. Oktober 1809.

Seitdem hat er wieder die Kommandantenstelle von Oesterreich und Wien übernommen.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.