Johann von Hiller

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Baron - Hiller. Feldzeugmeister und Commandierender d. Österr. Armee in Italien 1813.

Biographien.

(1811) Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811.

(1816) Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816

(1825) Historischer Militair-Almanach des 16. 17. 18. und 19. Jahrhunderts. Von Johann Ritter von Rittersberg. Prag bei C. W. Enders 1825


Joh. Freyh. v. Hiller.

Hiller, (Joh. Freyh. v.) kaiserlich-österreichischer Feldmarschallieutenant, Commandeur des Theresienordens, Inhaber eines Infanterieregiments, kommandirender General in der Gränze, Präsident des croatischen Militärappellationsgerichts xc. zeigte sich bey mehrern Gelegenheiten als einen erfahrnen General. Nach den unglücklichen Schlachten bey Abensberg xc. am 22. April 1809 führte er die von Erzherzog Carl getrennten zwey Korps nach Oesterreich zurück, fügte den Franzosen bey Neumarkt und Ebersberg beträchtlichen Schaden zu, ging dann bey Krems über die Donau, und zeichnete sich in der Schlacht bey Aspern aus.


Johann Freiherr von Hiller.

Hiller (Johann Freiherr von), kaiserlich Oestreichischer Feldmarschalllieutenant, Commandant des Theresienordens, Inhaber eines Infanterieregiments, commandirender General an der Gränze, Präsident des croatischen Appellationsgerichts u. s. w.

Die Geschichte kennt ihn als einen der ersten Feldherren Oestreichs. War er gleich nicht glücklich bei Abensberg am 20. April 1809, wo er vereint mit dem Erzherzog Ludwig, von dem Kaiser Napoleon selbst geschlagen und in Folge dieser Schlacht bis hinter Landshut geworfen wurde, so bewies er doch in dem Gefecht bei Neumarkt an der Rott (am 24. April 1809), wo er die vereinigten Corps der Herzoge von Montebello, Istrien und der Baiern unter Wrede angriff und bis Vils-Viburg zurückdrängte, und sein, durch die Ereignisse bei Regensburg ihm abgedrungener, doch meisterhafter Rückzug bis an die Donau, auf welchem er das schreckliche Treffen bei und in Ebersberg bestand, daß er ein tapferer Soldat, ein einsichtsvoller General und einer der unerschrockensten Männer sey.

In den für die Oestreichischen Waffen so glänzenden Tagen vom 21. und 22. Mai 1809 bei Aspern und Eßlingen umschlangen Tapferkeit und Glück Hillers Haupt mit unverwelklichen Lorbeeren. Seine Colonne, die erste in der Schlachtordnung, die nun, nach seiner Vereinigung mit dem Generalissimus, Erzherzog Carl, den rechten Flügel der Armee bildete, war es, welche am 21. den blutigen Kampf um Aspern kämpfte, dieses am 22. gänzlich eroberte, und zugleich die Besiegung der linken Franz. Flanke entschied.

Von neuem trat er wieder auf den Schauplatz in dem großen Völkerkrieg des Jahrs 1813, da er eine Zeitlang in Italien gegen den Vicekönig mit Glück operirte und bis Verona vordrang, dann aber im November das Commando dem Feldmarschall von Bellegarde übergab. Zu derselben Zeit belohnte der Kaiser seine Verdienste, indem er ihn in den Grafenstand erhob und mit einer Herrschaft beschenkte.


Freyherr von Hiller, österreich. F. Z. M.

Der 5. Juni 1819.

Der Held von Ebersberg, dessen Kriegsruhm sich dort im Andenken der spätesten Urenkel erhalten wird, durch welchen jeder 3. Maytag der Gegend eine schauerliche Erinnerung erwarb, Joh. Freyherr von Hiller, diente bis zum Grade eines Generals in der Artillerie.

Er befehligte im Jahre 1809 des 6te österr. Armee-Corps, und bewies in den Kämpfen bei Abensberg, Neumark, und am meisten bei Ebersberg, wo eine französische Division beinahe vernichtet wurde, hohe Tapferkeit und Einsichten. In der Riesenschlacht bei Aspern entschied er in der Stellung auf dem äussersten rechten Flügel die Niederlage des französischen linken durch die Eroberung seines Stürzpunktes des blutgetränkten Dorfes Gross-Aspern.

Im J. 1813 commandirte er die Armee in Italien, und drängte den Vicekönig Eugen bis Verona zurück.

Als F. Z. M., geheimer Rath, Commandeur des Theresienordens, Inhaber eines Regiments, und Commandirender General in Gallizien endete er zu Lemberg eine ruhmvolle Laufbahn am 5. Juni 1819.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  • Historischer Militair-Almanach des 16. 17. 18. und 19. Jahrhunderts. Mit besonderer Hinsicht auf das letztere, und den oesterreichischen Kaiserstaat. Mit 15 Portraits, für Freunde der neueren und neuesten Kriegsgeschichte von Johann Ritter von Rittersberg. Prag bei C. W. Enders 1825.