Joseph Aurèle de Bossi

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Bossi, (Ch.) gebohren zu Turin 1761. Er erhielt in seinem 18ten Jahre die Doktorwürde und seine Oden auf Joseph II. und auf den Tod des Prinzen von Braunschweig, der in der Oder umkam, erwarben ihm schon als Jüngling den Rang unter den lyrischen Dichtern Italiens und die Aufmerksamkeit des Turiner Hofe, der ihn zum Sekretär der auswärtigen Angelegenheiten und so fort zum Gesandtschaftssekretär in Petersburg ernannte. Er kam nach Italien zurück und befand sich in Venedig, eben als die Franzosen Besitz von dieser Stadt nahmen. Nachdem zwischen dem Turiner-Hofe und dem Direktorium abgeschloßnen Frieden vom 6ten May 1796 übertrug ihm der König von Sardinien einige Unterhandlungen bey dem General Bonaparte. Bossi, eifriger Anhänger der französischen Revolution, wurde hierauf zum Mitglied der provisorischen Regierung von Piemont ernannt. Hier gab sich Bossi alle Mühe, die Vereinigung seines Vaterlands mit Frankreich zu bewerkstelligen. Nach der Bataille von Marengo ward er zum Minister bey der ligurischen Republik ernannt. 1803 ward er Kommissär der Handlungsangelegenheiten zu Jassy und 1806 war er Präfect vom Ain-Departement.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.