Joseph Le Bon

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Lebon (Joseph) geboren zu Arras, trat in die Congregation des Oratoriums, verließ sie aber wegen Uneinigkeiten mit seinen Vorgesetzten und kam in sein Vaterland zurück, wo er sich zur Epoche der Revolution mit dem Robespierre und Güffroy verband. Hierauf war er Pfarrer zu Neuville. Jeden Tag wohnte er, nach seinem Mittagsmahle, der Hinrichtung seiner Schlachtopfer bey, und ließ neben der Guillotine ein Orchester errichten.

Nachdem ihn gegen mehrere wiederholten Anklagen seine Freund immer mit Glück vertheidigt hatten, unterlag er endlich auch seiner verdienten Strafe und wurde den 17. July 1795 zum Tode verurtheilt. Als man ihm das rothe Hemd umgab, hatte er noch Geistesgegenwart genug, zu schreyen: "Mir gehört das nicht, dem Konvent muß man es schicken, dessen Befehle ich nur vollzogen habe."

Er starb in seinem 30sten Jahre.

Quellen und Literatur

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.