Karl II. August (Pfalz-Zweibrücken)

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Zweibrücken, (Karl A., Herzog von) war Oberst und Eigenthümer eines Infanterieregiments in Diensten Frankreichs, das 1791 auf französischen Fuß gesetzt wurde.

Im May 1792 erklärte er, die strengste Neutralität gegen Frankreich zu beobachten und weigerte sich, gegen Ende des Jahrs, die französischen Ausgewanderten in seinen Staaten aufzunehmen. Dieses Benehmen erwarb ihm anfangs einige Achtung von Seiten der französischen Republik, und die vollziehende Macht gab Befehl, daß sein Gebiet verschont wurde.

Dieses alles aber rettete seine Staaten doch nicht von der allgemeinen Ueberschwemmung. 1793 drangen die Franzosen in dieselben ein, und sein schönes Schloß Karlsberg wurde niedergebrannt und seine Besitzungen wurden verwüstet. Er flüchtete sich nach Mannheim, wo er im August 1795 starb.

Er hatte die Aussicht auf den Churhut von Pfalzbayern, der seinem Bruder Maximilian, dem jetzt regierenden Könige von Bayern, hernach zu Theil wurde.



Sein Verwandter, Wilhelm, Herzog von Zweybrücken-Birkenfeld geboren den 10. November 1757, diente auch ehemahls in Frankreich und kommandirte 1795 ein Korps Reichstruppen am Oberrhein. Auch vertraute ihm der Churfürst Maximilian in dem Jahre 1800 und 1801 das Kommando seines Kontingents an. Seitdem hat er in Düsseldorf residirt, und, nach der Abtretung des Herzogthums Berg an Frankreich, seine Residenz nach Bamberg verlegt.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.