Konstantin Pawlowitsch Romanow

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Constantin Gross-Fürst von Russland

Constantin-Paulowitz, Großfürst von Rußland, zweiter Sohn Pauls I., geboren den 8. Mai 1779, vermählt den 26. Februar 1796 mit einer Prinzessin von Sachsen-Coburg, welche seitdem an ihren väterlichen Hof zurückgekehrt ist.

Diese junge Prinz, thätig und heftig, that sich zuerst im Feldzuge 1799 gegen Frankreich unter Suwarow hervor; man erwartete ihn zu Anfange 1800 bei der Armee des Erzherzogs Carl, allein die Niederlage der Russen in der Schweiz beschleunigte seine Rückkehr nach Petersburg. Den 28. October 1802 kam er nach Wien und kehrte im November nach Petersburg zurück. Im Jahre 1805 erschien er an der Spitze eines Armeecorps bei Olmütz, und befand sich bei der Schlacht von Austerlitz. Von da begab er sich nach Berlin, wo er die ausgezeichnetste Aufnahme fand. In dem Feldzuge 1807 commandirte er in einigen Vorfällen die kühnen Manoeuvres der russischen Reiterei, und erhielt in Bennigsens Berichten laute Lobeserhebungen. Nicht minder hat er in den Feldzügen von 1812, 13 und 14, namentlich in der leipziger Schlacht, Beweise seiner persönlichen Tapferkeit gegeben, die er um so glücklicher anwandte, als sie mit Ruhe und Besonnenheit vereinigt war. Im Jahr 1814 wurde er zum Chef der polnischen Armee ernannt. Er konnte deßhalb an dem Feldzuge gegen die Franzosen im J. 1815 keinen Antheil nehmen, sondern führte das Commando in Polen, wo er am 20. Jun. bei der feierlichen Proclamation des Königreichs und bei der Leistung des Huldigungseides anwesend war, und die Glückwünsche der Behörden empfing.


Quellen und Literatur.

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.