Lausanne

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Lausanne, eine angenehme Stadt auf drei Hügeln, im Canton Watland (Pays de Vaud) in der Schweiz, eine halbe Stunde vom Genfersee, hat seit 1536 ein Gymnasium, welches 1806 zu einem akademischen Institute mit 14 Professoren und einem Rector erhoben ist, und zählt 1300 Häuser und wenigstens über 8000 Einwohner.

Die ehemaligen hiesigen Gold- und Silberarbeiter so wie die vielen Buchdruckereien, haben in der letzten Zeit bedeutend abgenommen; auch besitzt die Stadt einigen Handel mit eigenen Weinen. Ihren vorzüglichsten Erwerbzweig haben die Einwohner jedoch von den vielen Fremden, welche wegen der schöne Lage, so wie in der Absicht, sich in der französischen Sprache und im gesellschaftlichen Tone der seinen Welt auszubilden, aus allen Gegenden Europa's nach Lausanne kommen.

Sie stand ehemals unter dem Canton Bern, dessen Landvoigt auf dem bischöflichen Schlosse residirte, und über das umliegende Land zu gebieten hatte.

Der Bischoff, welcher 1716 zum Reichsfürsten erhoben war, hielt sich, seit die Stadt die reformirte Religion angenommen hatte, nicht mehr zu Lausanne, sondern zu Freyburg auf.

Vue de Lausanne. Depuis le Sentier aus dessus des Eaux, tendant au Bois de Sauvabelin.


Quellen und Literatur.

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.