Leopold (Baden)

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Hochberg (Graf Carl Leopold Friedrich von), großherzogl. badenscher Generallieutenant, geb. zu Carlsruhe den 29. Aug. 1790, aus der zweiten Ehe des Vaters des jetzt regierenden Großherzogs, des Markgrafen Carl Friedrich, mit Luise Freiin Geyer von Geyersberg, die den 26. Mai 1796 zur Reichsgräfin von Hochberg erhoben wurde.

Dieser Prinz, welcher, wenn der jetzt regierende Großherzog keine männlichen Erben hinterlassen sollte, dessen Nachfolger seyn würde, commandirte die badenschen Truppen unter dem Marschall Duc de Belluno in Rußland. Er zeichnete sich bei mehrern Gelegenheiten, vorzüglich den 25. November an der Berezina aus.

In der Schlacht bei Leipzig ward er gefangen. Darauf erhielt er im J. 1814 den Oberbefehl über das badensche Truppencorps, welches zu dem Heere der Verbündeten stieß. Er commandirte die Heeresabtheilung im Niederelsaß, wo den 12. April 1814 die Festung Pfalzburg den Alliirten die Thore öffnete. Den 16. April that dies auch das seit fünf Monaten gesperrte Straßburg, in Folge eines am 15. zu Brumach zwischen ihm, als dem Commandanten des Blokadecorps, und dem Gouverneur von Straßburg, Grafen von Broussier, durch den badenschen General v. Franken und den französischen General Humbert abgeschlossenen Waffenstillstandes.

Seiner Tapferkeit wegen gab ihm der Kaiser von Oesterreich im Nov. 1814 den St. Stephansorden.

Im J. 1816 begab sich der Graf von Hochberg in Beziehung auf die Angelegenheiten des südlichen Deutschlands nach Berlin und Petersburg.

Im J. 1817 commandirte er die alliirten Truppen im Oberelsaß und hatte sein Hauptquartier zu Colmar.



Sein Bruder, Graf Wilhelm Ludw. Aug. Graf von Hochberg (geb. den 8. April 1792) ist ebenfalls großherzogl. badenscher Generallieutenant und Chef eines Regiments.



Sein jüngster Bruder, Maximilian Graf von Hochberg, ist großherzogl. badenscher Oberstlieutenant der Cavallerie.


Quellen und Literatur.

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.