Louis-René Levassor de Latouche Tréville

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Latouche-Tréville, (L. R. M. Levassor, Graf v.) Kanzler des Herzogs von Orleans, Generalinspecteur der Küsten des Mittelländischen Meers, Großoffizier der Ehrenlegion und Viceadmiral xc. geboren zu Rochefort den 3. Juny 1745 aus einer ausgezeichneten Familie; mit seinem 13. Jahre ward er Seekadet und machte in dieser Eigenschaft die letzten Feldzüge von 1756 mit.

Während des Amerikanischen Kriegs erhielt er das Kommando einer Fregatte und that sich in mehreren Gefechten hervor, daß er avancirte.

Nach dem Frieden mit England wurde er nach einander in die höhere Administration der Häfen und in den Rath des Ministeriums berufen; ihm hauptsächlich hat man die Verordnung von 1786 zu verdanken.

1787 machte ihn der Herzog von Orleans zu seinem Kanzler. Da er 1789 Deputirter des Adels von Montargis bey der General-Stände-Versammlung war, ging er einer der ersten seines Standes zum dritten Stande über.

1792 ward er zum Contreadmiral ernannt und übernahm im Dezember in dem Hafen von Toulon das Kommando einer Eskadre von 9 Schiffen und Fregatten, welche von dem Neapolitanischen Hofe eine Genugthuung für eine der französischen Nation in der Person Semonvilles, ihres Bothschafters zu Konstantinopel, zugefügten Beleidigung fordern mußte. Einige Zeit darauf wurde er abgesetzt, entging jedoch den Proscriptionen des Jahres 2.

Zu Ende 1799 setzten ihn die Konsuln wieder in seinen Rang eines Contreadmirals ein. Nachdem er anfangs zum Kommando einer Eskadre in Brest ernannt worden war, kam er sodann nach Boulogne und bestand die Gefechte vom 5. und 15. August 1803 gegen den Admiral Nelson.

Den 20. August 1804 starb er zu Toulon, eben als er mit einer Eskadre in See gehen wollte.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.