Louis Antoine de Bourbon-Condé

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Enghien (L. A. J. von Bourbon, Herzog von), geboren zu Chantilly den 2. August 1772, von L. H. J. von Bourbon und von L. M. T. B. von Orleans.

Er war noch in seiner zarten Jugend, als die Revolution in seinem Vaterlande ausbrach und ihm alle Aussichten zu seinem Glück raubte. Von seinem Vater ins Ausland geführt, ging er nach Deutschland, Rußland und England. Er diente in der Armee seines Großvaters am Rhein, und seine natürliche Tapferkeit führte ihn mehrere Mal den größten Gefahren entgegen und er erhielt mehrere Wunden. Nach dem allgemeinen Frieden blieb er in Deutschland und schien ganz unbemerkt zu leben, als wahrscheinlich ein neues Sammeln von Ausgewanderten auf der Rheingränze Gelegenheit gab, daß französische Truppen auf Bonaparte's Befehl ihn im März 1804 in dem badischen Orte Ettenheim aufsuchten, und ihn nach Strasburg, und von da unverzüglich nach dem Schlosse Vincennes bei Paris brachten, wo ihn eine militärische Commission den 22. desselben Monats zum Tode verurtheilen mußte. Bonaparte's Gemahlin (Josephine) und Mutter sollen den Tyrannen vergebens um sein junges Leben gebeten haben. (Vergl. Condé).


Quellen und Literatur.

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  • Zeitgenossen. Biographieen und Charakteristiken. Zweiter Band. Leipzig und Altenburg: F. A. Brockhaus. 1818.