Louis Charles Vincent Le Blond de Saint-Hilaire

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Saint-Hilaire, französischer General, war bey dem Ausbruche der Revolution Husarenoffizier und kommandirte das Detaschement, welches sich den 10. November 1791, einige Stunden von Avignon, Jourdans, des Kopfabhackers, bemächtigte.

Als Brigadegeneral diente er bey der Armee in Italien und zeichnete sich 1795 bey der Affaire von Klein-Gibraltar, sodann bey der von Final, wo er verwundet wurde, und den 4. August bey Gavardo aus, wo er in Verbindung mit dem General Guieux die Alliirten schlug.

1799 wurde er Divisionsgeneral und zu Anfange 1800 kommandirte er zu Marseille.

Er war es, der den 29. May Niza wieder nahm. Hierauf erhielt er das Kommando der 15. Militärdivision und legte seinen Generalstab, während des Friedenskongresses, nach Amiens.

1803 erhielt er, auf Verordnung des ersten Konsuls, ein Paar Pistolen aus der Versailler Fabrik, und sodann den Titel eines Großoffiziers der Ehrenlegion.

1805 stand er bey der Armee in Deutschland, und zeichnete sich vornemlich in der Schlacht von Austerlitz aus, wo er zu der Niederlage des linken Flügels der Alliirten unter dem General Buxhöwden beytrug. Dafür erhielt er den 31. Dezember aus den Händen des Kaisers das rothe Band, und 1808 den Grafentitel.

Neue Dienste leistete er in dem Feldzuge 1806. In der blutigen Schlacht von Eylau stand seine Division bey dem Korps des Marschalls Augereau, das dem hitzigsten Gefechte ausgesetzt war.

Auch in dem neuem Feldzuge 1809. zeichnete er sich aus; aber bey der Schlacht von Esling am 22. May erhielt er eine schwere Wunde, an der er nach einigen Wochen in Wien starb.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.