Louis François Joseph de Bourbon-Conti

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Conti (L. F. J. von Bourbon, Prinz von), gebohren den 1sten September 1734, vermählt 1759 mit einer Prinzessin aus demselben Hause.

So wie sich die ersten Zeichen der Revolution an Tag legten, erklärte er sich gegen die Verbesserungsplane, und addreßirte 1787 zwey Memoiren, eines an die Notablen, und das andere an den König über die Gefahr, welche die Monarchie liefe. Er leistete nichts destoweniger 1790 den Bürgereid.

1793 ward er in dem Dekret begriffen, das in Betreff der in Frankreich gebliebenen Bourbons gegeben wurde. Man brachte ihn nach Marseille auf das Fort St. Jean in Bewahrung. Als seine Untersuchung vollendet und er los gesprochen war, suchte er vergebens um die Erlaubniß an, sich in einen italienischen Staat zurückziehen zu dürfen, der mit Frankreich im Frieden wäre.

Nach dem 9ten Thermidor gestand ihm der Konvent einige Unterstützung an Geld zu.

Im September 1797, nach der Revolution vom 18ten Fructidor, gieng er in Gemäßheit eines Gesetzes, das alle Bourbons aus den Gränzen Frankreichs verwies, nach Spanien, wo er seitdem fortwährend geblieben ist.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.