Louis Marie Maximilien de Caffarelli du Falga

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Caffarelly du Falga, älterer Bruder des Vorhergehenden, Divisionsgeneral von dem Geniekorps, beym Anfange der Revolution Offizier vom Genie; stieg schnell zu den höhern Graden und befand sich 1792 bey der Rheinarmee.

Du Falga erklärte sich gegen die Unternehmungen des 10ten August und wurde abgesetzt; später indessen bey dem Militärausschuß angestellt und war glücklich genug, den Proscriptionen von 1793 zu entkommen.

Nach dem 9ten Thermidor gieng er von neuem zur Sambre- und Maasarmee und erhielt im Oktober 1795 eine schwere Wunde.

Er begleitete in der Folge den General Bonaparte nach Aegypten als Kommandant des Geniekorps, und blieb bey der Belagerung von St. Jean d'Acre 1799.


Le Mémorial de Sainte-Hélène.

Die Mißstimmung der Soldaten in Egypten ließ sich glücklicher Weise in schlechten Späßen aus: damit helfen sich die Franzosen beständig. Sie waren vorzüglich gegen den General Caffarelli aufgebracht, den sie für einen der Anstifter des Feldzugs hielten. Er hatte ein hölzernes Bein, da er das seinige am Rheinufer verloren hatte. Wenn ihn die Soldaten, während ihres Murrens, hinkend vorüberziehen sahen, so sagten sie unter seinen Ohren: "Dieser hier macht sich nicht viel aus dem, was geschehen wird; er ist immer gewiß mit einem Fuße in Frankreich."


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  • Denkwürdigkeiten von Sanct-Helena, oder Tagebuch, in welchem alles, was Napoleon in einem Zeitraume von achtzehn Monaten gesprochen und gethan hat, Tag für Tag aufgezeichnet ist. Von dem Grafen von Las Cases. Stuttgart und Tübingen in der J. G. Gotta'schen Buchhandlung. 1823.