Louis Michel Auguste Thévenet

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Danican (A.), General der Republik, stammte aus einer adelichen aber armen Familie ab, war anfangs Soldat im Regiment Barrois Infanterie, hierauf Gendarme zu Lüneville.

In der Revolution erhielt er ein schnelles Avancement, ward Husarenobrist, hiernach Brigade-General und zu verschiedenenmahlen in der Vendee angestellt, wo er sich stets mit Menschlichkeit betrug; den 15ten July 1793 wurde er bey Martigné-Briaud von den Royalisten geschlagen. Im Dezember nach Laval gesandt, um die ersten Zusammenrottungen der Chouans zu vernichten, war er genöthigt sich in die Festung Angers zu werfen, um diesen Platz gegen die Vendeer, die ihn ohne Erfolg belagerten, zu vertheidigen.

Zur Zeit des 13ten Vendemaire kam Danican nach Paris, schlug sich zur Parthey der Sectionen und kommandirte einen Augenblick die bewaffnete Macht, flüchtete sich aber, da er die Konventstruppen die Oberhand behalten sah. Der militairische Rath, welcher im französischen Theater seine Sitzung hielt, verdammte ihn zum Tode.

Er war ins Ausland gegangen, kam im July 1797 nach Paris zurück, verließ aber der Folge Frankreich zum zweytenmahl, und gab mehrere politische Broschüren, namentlich die entlarvten Räuber gegen die Revolutionsparthey heraus.

1799 machte er in einen Korps Ausgewanderte den Feldzug in der Schweiz.

1801 begab er sich nach Piemont und machte mit Willot einige Versuche, das mittägige Frankreich zu beunruhigen; ging hierauf nach Bern und flüchtete sich bey dem Eindringen der Franzosen in die Schweiz von neuem nach Deutschland.

1805 befand er sich in England.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.