Karl von Müffling

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Müffling, Kön. Pr. Generalmajor, ein geborner Weimarer, wurde zuerst als Capitain im J. 1805 und 6 bekannt, wo er bei Hrn. von Zach bei der thüringischen Messung arbeitete.

Beim Ausbruch des Krieges von 1806 wurde er im Preuß. Generalstab unter Massenbach angestellt. Nach dem Tilsiter Frieden privatisirte er in Weimar.

Im letzten Feldzuge war Müffling im Hauptquartier bei Blücher, und wurde nachher ins Hauptquartier des Lord Wellington gesendet, um desto leichter die Verbindungen zwischen den beiden großen Hauptquartieren zu unterhalten. Der Schlacht von 18. Juni wohnte er beim englischen Hauptquartiere bei. Als diese gewonnen war und die beiden Heere nach Paris zogen, schlug Wellington ihn zum Gouverneur von Paris vor. Diese stelle hatte viele Schwierigkeiten, wegen der verwickelten Verhältnisse, in denen der Gouverneur mit allen alliirten Truppen und mit den Franzosen stand. Müffling, der viele Anlage zu einem guten Diplomatiker hat, hat sich dieses Amtes zur Zufriedenheit Aller entledigt, und die Stadt Paris schenkte ihm, als er wegging, die kostbare Prachtausgabe von dem großen Werke über Aegypten.

Gegenwärtig befindet er sich in Coblenz, wo er sich mit trigonometrischen Messungen beschäftigt, um die fehlende Triangel zu ergänzen, die zwischen dem Französischen, Bergischen, Darmstädtischen, Westphälischen und Sächsischen liegen. Diese Dreiecke werden viel genauer, als die in Westphalen vom General le Coq, welche weder auf den Horizont, noch auf den Mittelpunkt der Station reducirt wurden, obgleich sie für eine topographische Karte, auf der ohnehin keine größere Genauigkeit als eins auf fünfhundert, ausgedrückt werden kann, hinreichten.


Werke.

  • Napoleons Strategie im Jahre 1813 von der Schlacht von Groß-Görschen bis zur Schlacht von Leipzig. Von C. v. W. Berlin, Posen und Bromberg, bei Ernst Siegfried Mittler. 1827.


Quellen und Literatur.

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.