Marguerite-Louis-François Duport-Dutertre

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M.L.F. du Port-Dutertre.

Duport-Dutertre (M. F.), Advokat zu Paris und Justizminister in den Jahren 1791 und 92, war ein Sohn Düports, eines Gelehrten, der sich durch verschiedene Werke bekannt gemacht, und ein Mitarbeiter Frérons war.

Sein Vater hatte ihm wenig Vermögen hinterlassen; er studirte in dem Kollegium von Louis le Grand, ward Advokat und erwarb sich einen gewissen Nahmen, hauptsächlich durch seine Rechtlichkeit. Alle Partheyen schildern ihn einstimmig als ein Mann von Geist, sanftem Charakter, und bescheidenen Ton.

Er ward anfangs 1789 Wahlherr, hierauf Lieutenant des Maire, in der Zeit von der Organisation der ersten Municipalität, und endlich Gehülfe des Prokurators der Gemeine.

Auf Lafayettes Empfehlung ernannte ihn Ludwig XVI. 1790 zum Justizminister. Auf diesem Posten suchte er vergeblich der eben errichteten Konstitution zu folgen und ungeachtet er weniger, als die andern Minister verfolgt wurde, so wurde er doch mehrere Mahle denunzirt; endlich aber in die Proskription vom 10ten August mit verwickelt, nach Orleans geschickt, und ob er gleich den Mordszenen zu Versailles entkommen war, den 28sten November 1793 zum Tode verurtheilt, weil er die Preßfreyheit beschränkt habe. Selbst das Zeugniß Marats konnte ihn nicht retten.

Er war zu Paris den 6ten May 1754 gebohren.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.