Marie Paul de Scépeaux de Bois-Guignot

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Scépeaux (M. L. A. C. Graf von) Kavallerieoffizier in französischen Diensten vor der Revolution, schlug sich 1793 zu den Royalisten der Vendée, diente nach der Einnahme von Saumür in Bonchamps Armee, ging nach dem Tode dieses Generals (der sein Schwager war) mit der Vendeer-Armee in die Bretagne und hielt sich, nach der Niederlage von Mans, in der Gegend von Segré verborgen.

1794 sammelte er die Aufrührer des rechten Loire-Ufers unter dem Namen der Chouans wieder, wurde ihr Anführer und war von allen der, welcher nach Charettes und Stofflets Tode sein Korps auf den festesten Fuß setzte.

Im März 1795 trug er noch an der Spitze eines Korps Chouans einen ziemlich beträchtlichen Vortheil bey Aubigné davon; im May aber, wo er keine Möglichkeit zur Fortsetzung des Kriegs mehr vor sich sah, unterwarf er sich den Republikanern. Nichts destoweniger arretirte man ihn kurz darauf und führte ihn im September nach Paimöuf ab, um ihn zu deportiren. Doch erhielt er bald seine Freyheit wieder und erschien nicht weiter im Jahr 1799 an der Spitze der Chouans.

Im Laufe des Februars 1800 strichen ihn die Konsuln, durch einen ausdrücklichen Beschluß, von der Emigrantenliste und setzten ihn wieder in Besitz seiner Güter.

Quellen und Literatur

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.