Paris

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Paris, die Hauptstadt des Reichs, welche man nicht unpassend eine kleine Welt nennt; sie liegt in einer grossen etwas hügeligen Ebene, an beyden Seiten und auf Inseln der Seine, unter dem 20 der Länge und dem 48 50' 10" der Breite, durch die Pariser Sternwarte gezogen, im einer Entfernung von 100 Meilen von Basel, 216 von Berlin, 115 von Frankfurt am Mayn, 195 von Leipzig, 600 von Moskau, 204 von Prag, 260 von Presburg, 280 von Rom, 500 von St. Petersburg, 230 von Venedig und 252 von Wien; alles in gerader Linie gerechnet. Die ganze Stadt hat mit Einschluß der Vorstädte einen Umfang von ungefähr 8 französischen oder beynahe 5 geographischen Meilen. Die Anzahl der Einwohner, mit Ausnahme der höchst zahlreichen Fremden und des Militärs, beläuft sich auf mehr als 630,000 Menschen. Die Stadt ist mit einer Mauer umgeben, in welcher 56 Ausgänge mit Schlagbäumen (Barrieren) angebracht sind. Der Thore sind 9. Die Stadt hat auf 32,000 Häuser, worunter 550 Hotels oder Palläste und grosse Gebäude, 12 Pfarrkirchen, 27 Hospitäler, 30 Theater, 17 Gefängnisse, 1106 Strassen, 15 Gäßchen, 82 Durchgänge, 121 Sackgassen, 75 Plätze, 29 Kaien (Quais, Gestade), 19 Brücken, 45 Hallen und Märkte, 66 Fontänen, 2 Feuermaschienen, 41 Rettungsanstalten in Feuersgefahr, 12 öffentliche Badeplätze, 2 Schwimmschulen, u. s. w. Sie wird von 4209 Reverberielaternen, die an Stricken in Mitte der Strassen hangen, und von 9484 Armlaternen Nachts erleuchtet. Die Stadt besteht aus drey Haupttheilen: der eigentlichen Stadt (la Ville), der Universität und der Altstadt (la Cité), dann aus den zehn Vorstädten: St. Antoine, Tempelvorstadt, St. Laurent, St. Martin, St. Denis, St. Lazare, Montmartre, Richelieu, Sc. Honoré und Roule. Die ganze Stadt ist in zwölf Munizipalarrondissements und acht und vierzig Divisionen abgetheilt.

Im Ganzen genommmen ist Paris weder regelmässig noch schön gebaut; manche Strassen sind krumm und enge; die meisten Häuser sind allzuhoch, um nicht den Gassen ein düsteres Ansehen zu geben, und ein Theil der Vorstädte sieht wirklich schlecht aus. Dagegen fehlt es nicht an ausnehmend schönen Theilen der Stadt und an prächtigen Gebäuden, so daß einzelne Quartiere ein harmonisches Ganzes bilden. Unter den Thoren zeichnen sich jene von St. Denis und St. Martin aus. Ersteres ist ein prachtvolle Triumphpforte, im antiken Geschmack ausgeführt und mit herrlichen Bildhauerarbeiten verziert, beyde sind den Siegen zu Ehren erbaut worden, die unter Ludwig XIV. erfochten wurden. Unter den Brücken zeichnet sich vorzüglich der Pontneuf (die neue Brücke) aus, sie ist 1020 Pariser Fuß lang und 54 Fuß breit. Zu beyden Seiten sind erhöhte Gänge für die Fußgänger; auf den vorspringenden Pfeilern sind halbmondförmige Balkone angebracht. An der Stelle einer Statue König Heinrichs IV. steht jetzt ein prächtiges Kaffeehaus. Eine andere Merkwürdigkeit ist die Samaritaine, ein Gebäude mit der hydraulischen Maschine, wodurch das Flußwasser für die benachbarten Brunnen und Gärten herausgepumpt wird; dieses mit einem artigen Glockenspiel versehene Figur der Samariterin an dem Wasserbecken. Der Bau dieser Brücke ist im Jahre 1603 vollendet worden. Noch bemerken wir die Brücke der Künste, auch Blumenbrücke genannt, dem Louvre oder Kunstpallaste gegenüber, sie wurde im Jahre 1804 vollendet, ihre Bogen sind von Eisen; sie ist mit Pomeranzenbäumen und Blumen verziert, und nur für Fußgänger bestimmt. Neu hinzugekommen sind an den beyden äussersten Enden der Stadt, die zwey grossen Brücken Austerlitz und Jena, der bey diesen zwey Ortschaften erfochtenen Siege wegen also benannt. Mit Pavillons und einem runden Säulengang umgeben ist der Place des Vosges (Wasgauplatz). Der wohlgebaute Platz Desaix zwischen dem Pontneuf und dem Handelsplatz, enthält eine Fontaine, aus welcher das kriegerische Frankreich das Bild dieses Generals krönt. Der größte unter den Plätzen zwischen den Thuilleriengärten und den elisäischen Feldern ist der Platz der Eintracht (de la Concorde), mit breiten Gräben rings umgeben, und mit Pavillons, schönen Säulengängen und Pallästen geziert.

Die merkwürdigsten und ausgezeichnetsten Gebäude sind: Der Pallast der Thuillerien oder der jetzige kaiserliche Residenzpallast, der den ersteren Nahmen von den Ziegelhütten erhielt, die vormahls auf dem Platze standen, ist einer der schönsten, geschmackvollsten und größten Palläste, er wurde im Jahre 1564 von der Königin Katharine von Medizis zu bauen angefangen, aber erst von Ludwig XIV. vollendet. Er steht am Karousselplatze, besteht aus 5 Pavillons und 4 Corps de Logis in gleicher Länge von 178 Toisen, 3 Fuß Länge und 18 Toisen Breite. Büsten und Statuen verschönern die Konsolen und Kolonnaden, die prächtigsten Gemählde und Mobilen die Zimmer. Dieß Gebäude wird noch mehr erweitert. Das Louvre, zwischen der Seine und der Strasse St. Honore ist der älteste königliche Pallast, der von König Ludwig XIV. hinzugebaute Theil ist ein Meisterstück der Baukunst, 687 Toisen lang, mit Säulen und so weiter auf das Prächtigste verziert. Das Ganze ist nun der Sitz des Nazionalinstituts und des Musäums der Mahler- und Bildhauerkunst. Auf dem benachbarten Pavillon ist ein Telegraph errichtet, der mit den übrigen in Frankreich korrespondirt. Das Pallast des gesetzgebenden Körpers, vormals Palais Bourbon genannt, ist ein Prachtgebäude, in dessen Inneren man über den darin verschwendeten asiatischen Prunk erstaunt. Es liegt in der Vorstadt St. Germain. Der Senatspallast, ehemahls Luxemburg genannt, liegt in der Strasse Vaugirard, und ist nach dem Pallast Pitti zu Florenz gebaut. Der Pallast des Tribunats, oder das Palais royal gehörte dem Hause Orleans, dessen letzter Herzog ihn zu einem Lustorte und Jahrmarkte einrichtete. Noch jetzt beherbergt dieser Pallast 180 Kaufleute, die in eben so vielen Gewölbern alles, was Luxus und Geschmack hervorbringen kann, auskramen. Auch finden sich hier Wein- und Bierschenken, dann Kaffeehäuser und das französische Theater, dann das Theater Montansier haben hier ihren Sitz aufgeschlagen. Der schöne Garten wird vorzüglich von Fremden häufig besucht. Die drey prächtigsten Haupteingänge sind an der neu erbauten sehr schönen Façade gegen der Strasse St. Honoré. Der Justitzpallast in der Cité mit seiner prächtigen Façade wurde von Ludwig XVI. im Jahre 1787, nachdem er lang in Verfall gestanden, wieder erbaut. Hier hat die Polizeypräfektur ihren Sitz. Ausser diesen ehemahls königlichen Pallästen bemerken wir noch folgende öffentliche Gebäude, als da sind: Der Tempel, von Tempelorden im Jahre 1200 erbaut, ist ein mit hohen Mauern eingefaßtes und mit Thürmen versehenes Gebäude, das zu einem Staatsgefängniß dient; das Hotel der Münze, ein prächtiges Gebäude mit sechs Höfen, Wohnungen für die Münzbeamten und einem Amphitheater zu den Vorlesungen. Das Arsenal, am Quai du Mail. Das Hotel der Invaliden, ein prächtiges, imposantes Gebäude, mit einer Esplanade, mit Gräben und Kanonen, es kann 5000 Mann aufnehmen. Der Invalidendom und seine berühmte Kuppel sind von ausgezeichneter Bauart. Die Militärschule, ein prachtvolles Gebäude, zu einer Kaserne dienend und das Längenbureau enthaltend, liegt am Marsfeld, einem 450 Toisen langen und 130 Toisen breiten, mit Gräben umgebenen Platze, der zu militärischen Uebungen und öffentlichen Feyerlichkeiten gebraucht wird; das prachtvolle chirugische Institut, mit einem anatomischen Theater und Kabinet, dann einer schönen Bibliothek. Die Kirche Notre-Dame, oder die Metropolitankirche, die älteste in Paris, sie wurde vom König Childebert I. im 6ten Jahrhundert neu erbaut, ist im gothischen Geschmack und hat an der Südseite den der grossen Treppe wegen bewunderten erzbischöflichen Pallast. Die Genovefenkirche, nachmahls das Pantheon genannt, ein herrliches Gebäude, von 1757 an erbaut. Der Dom stellt einen runden Tempel vor; sein Portal ist von besonderer Schönheit. Zahlreich ist auch die Anzahl schöner Gebäude (Hotels), die Privatpersonen gehören oder Ministern eingeräumt sind: Hotel de l'Empire (des Reichs), in der Strasse Cerutti, das Hotel Prinz Wallis in der Vorstadt St. Honoré, das Hotel Richelieu, am grossen Boulevard, das Hotel Grange Bateliere, in der Strasse gleichen Nahmens, werden ganz oder theilweise an Fremde vermiethet, und sind prächtig meublirt.

Die Anzahl der Theater und öffentlichen Spektakel ist veränderlich. Die vorzüglichsten Pariser-Theater sind: 1) das grosse Operntheater oder Academie Imperiale de Musique in der Rue de la Loi (Gesetzesstrasse), erbaut im J. 1793, ist bequem und geschmackvoll eingerichtet, und kann 2400 Menschen fassen. 2) Das französische Theater, eben daselbst, ist im Jahre 1787 zu bauen angefangen worden; seine Façade ist schön; im Innern ist statt des Zimmerwerks durchgehends Eisen gebraucht worden; es fast 2000 Zuschauer. 3) Das Nazionaltheater der komischen Oper, auch Theater Feydeau genannt, in der Strasse gleichen Nahmens, faßt 2000 Menschen. 4) Die Opera buffa, oder das italienische Theater, ebenfalls neu erbaut, ansehnlich, schön verziert, bequem und faßt über 2000 Personen. 5) Das Theater der Kaiserin, in der Strasse Louvois, ist nicht ausgezeichnet gebaut, besitzt aber gute Schauspieler.

Vom Nazionalinstitut ist bereits gesprochen worden. Nun bemerken wir die Nazionalbibliothek. Sie besitzt an Manuskripten 80,000 Bücher, an gedruckten Büchern 260,000, an Kupferstichen 6000 Bände und 2000 einzelne Kupfer. Für arbeitende Gelehrte ist sie täglich von 10 bis 2 Uhr offen. Die Bibliothek des Pantheons besteht aus 80,000 gedruckten Büchern, 2000 Manuskripten. Sie ist täglich offen. Die Mazarinische Bibliothek, im ehemahligen Mazarinischen Collegium, täglich von 10 Uhr bis 2 Uhr offen. Die Stadtbibliothek, sie ist eben so lange offen. Das Museum Napoleon, ein vortreffliches Kunstkabinet von Gemählden und Bildhauerarbeiten, auf der Gallerie des Louvre, enthält einen auch schätzbaren Reichthum an Kunstseltenheiten, besonders aus den Niederlanden und Italien. Die Gemähldesammlung im Louvre enthält 3668 Gemählde, aus verschiedenen Schulen, 280,000 Zeichnungen, 7000 Kupferstiche, 150 antike Statuen und andere kostbare Alterthümer. Das Museum der französischen Denkmähler, in dem Hause der kleinen Augustiner in der Vorstadt St. Germain, seine Säle sind mit den Ueberresten alter Denkmähler desselben Zeitraums, den sie umschliessen, geziert und die Fenster sind mit gemahlten Gläsern geschmückt. Der Pflanzengarten mit mit dem naturhistorischen Museum, ist zugleich ein sehr reizender, starkbesuchter Spaziergang. Ein botanischer Garten mit 7000 Pflanzen, ein sehr reiches Naturalienkabinet, ein Amphitheater zu den Vorlesungen, nebst einem chemischen Laboratorium, eine neue Menagerie, eine hydraulische Maschine, die den Garten mit Wasser versieht, ein Pavillon mit einem Denkmahle Linnés, das Grabmahl Buffons, eine romantische Gegend, das Schweizerthal genannt, vereinen sich, das Ganze höchst interessant zu machen.

Noch andere öffentliche Spaziergänge sind: der grosse und prächtige Garten der Thuillerien, der unter andern mehr als 800 Pomeranzenbäume enthält. Die elysäischen Felder oder le grand Cours (der grosse Lauf). Die anmuthigen Gehölze von Boulogne und von Vincennes. Der Garten Boutins, Tivoli genannt, wo Tänze gehalten und Feuerwerke gegeben werden. Frascati, Kaffeehaus und Garten im italienischen Geschmack. Die Boulevards sind dreyfache Alleen, welche Paris umgeben, u. s. w.

Diese äusserst lebhafte und gewerbsame Stadt ist, als Hauptsitz der Künste und Wissenschaften, der Gewerbe und des Handels von ganz Frankreich, der Sammelplatz der vorzüglichsten Künstler und der Aufenthalt einer grossen Zahl von Fabriken aller Art, deren wir in dem Artikel von der Nazionalindustrie bereits mehrere genannt haben. Die niedrigste Klasse der Bewohner von Paris lebt zum Theil sehr armselig. Brod, Pfannkuchen, Häringe sind meistens ihre Nahrung. Einige der Waarenträger, der Handlanger u. s. w. essen auch Fleisch. Handwerkgesellen geniessen schon Fleisch und Wein. Weiber, die häusliche Dienste versehen, und Privatarbeiterinnen leben ziemlich gut. In Bezug der mittleren Klasse findet man bey den besseren Meistern von geringer Profession schon Silbergeräthe, vorzüglich Becher; sie essen des Morgens eine Kaffeesuppe mit Löffeln; es fehlt ihnen nicht an Braten und erträglichem Wein. Krämer, Kaffeeschenken leben zwar mässig, aber auf artigen Fuß. Sie laden Bekannte häufig auf Hausmannskost (á la fortune du pot). Detailhändler, welche grössere Läden haben, halten sich Gärten vor der Stadt, auch Bediente. Dasselbe gilt von den mittleren Staatsbeamten. Eigentlichen Luxus aber können nur Banquiers, Großhändler, Lieferanten, Kapitalisten von höherer Gattung, hohe Beamte und Generale zeigen. Ihre Dienerschaft ist ziemlich zahlreich, und ihre Haushaltung kosten hier sehr viel. Verschiedene solcher bedeutender Häuser verwenden jährlich über 400,000 Franken. Diese höhere Klasse ist aber bey Weitem nicht so zahlreich, wie vor der Revoluzion. Ueberhaupt ist durch öffentliche Orte für die Schwelgerey sehr gut gesorgt. Der Wein in gewöhnlichen Schenken aber ist der hohen Accise wegen, meistens schlecht oder verfälscht; in den benachbarten Ortschaften indeß ist er besser, und dahin pilgern deshalb die unteren Klassen sehr häufig an Sonntagen. Zu den Belustigungen der unteren Klassen gehört das Vogelschiessen mit Bogen und Pfeilen, das Werfen nach einem in einer Art von Schnappgalgen eingeklemmten Truthahn, das Erklettern eines mit dem Preise gekrönten Mastbaumes. Musik, Tanz, Gaukelkünste sind sehr beliebt, die Lottowuth ist ungeheuer. Uebrigens ist Paris der Sitz der Regierung und aller hohen Reichskollegien, und die Umgebungen sind der vielen Abwechslungen, wohlgebauten Felder, reizenden Gärten und schönen Landhäuser wegen, sehr angenehm.


Einrichtungen zur Verschönerung der Stadt.

[1803]

Der Pont du Louvre macht kräftige Fortschritte, überall wird an Verschönerung der Stadt gearbeitet. Hinter dem Garten der Thuillerien zwischen ihnen und der Rue St. Honoré ist durch Niederreissen, Planiren und Aufbauen neuer Häuser, eine schöne breite und helle Strasse entstanden. Von der Kirche Notre Dame sind eine Menge gothischer Vorhöfe, die den Platz verfinsterten, abgerissen worden, man hat desgleichen einige Baracken in dieser Gegend, die über dem Wasser gebaut waren, niedergerissen und an ihrer Stelle eine hübsche Brücke errichtet. Man spricht auch davon, daß die alten, runden und schmalen Häuser, mit Giebeln, Pavillions und Thurmspitzen, welche den Pont St. Michel belasten, und vor einigen Jahrhunderten das Centrum von Paris ausmachten, demolirt werden sollen. An ihrer Statt wird die Brücke frey seyn. Man macht ernsthafte Anstalten die Nationalbibliothek nach dem Luxembourg zu transportiren, wo sie im schönen Pallast der Senatoren platzirt werden soll.

. . . . .

Der Luxembourg ist jetzt vollkommen eingerichtet. Nächst den Thuillerien ist er der schönste öffentliche Spaziergang von Paris. Man überblickt von da herunter das weite Gefilde, wo ehedem das Karthäuser Kloster stand. Ueber seiner Asche rankt jetzt eine Pflantzung von allen möglichen Sorten von Weinstöcken empor, welche die Regierung dort anlegen lassen.


Uebersicht der, unter Napoleons Regierung, zu Paris ausgeführten, oder begonnenen Bauten.

Das Louvre, restaurirt und beinah vollendet.

Das Luxembourg restaurirt, der Garten wieder angepflanzt.

Die Börse, begonnen.

Der Pallast des Königs von Rom, begonnen.

Der Pallast der Universität, begonnen.

Die nördliche, zur Vereinigung der Tuilerien mit dem Louvre, bestimmte Gallerie, begonnen.


Fontainen.

Des Innocents, an eine andere Stelle gesetzt, und restaurirt.
De Saint-Sulpice, vollendet.
des Quatre Nations, --
de Desaix, --
du Gros-Caillou, --
de l'Ecole, --
de la Pointe St. Eustache, --
de Popincourt, --
du Chateau d'Eau, --
du Châtelet, --
de l'Eléphant, --
du Temple, --

Wasserleitungen.

Unterirdische Wasserleitungen führen das Wasser aus dem Kanal de L'Ourcq in alle Quartiere von Paris, wo 60 kleine Fontainen es ausströmen, um die Straßen im Sommer zu benetzen, und sie im Winter zu reinigen.

Märkte.

Des Innocents, vollendet.
des Jacobins, --
de la Vallée, --
du Temple, --
de Saint-Joseph, --
de la Halle aux vins, --
de Saint-Martin, beinah --
De Saint-Germain, begonnen.
de Saint-Jacques de la Boucherie, vollendet.

Schlachthäuser.

In diesen, vor den Stadtthoren von Paris errichteten Gebäuden muß alles Vieh geschlachtet werden; es ist dadurch das Blut aus den Straßen verbannt, dessen Ausdünstungen, besonders im Sommer, der Gesundheit nicht anders, als sehr nachtheilig seyn müssen.

Fruchthalle.

Diese große Gebäude ist noch nicht ganz vollendet.

Boulevard.

Bourdon, . . . . . . . . . . vollendet.

Brücken.

Des Arts, . . . . . . . . . . vollendet.
de la Cité, --
d'Austerlitz, --
de la Jène, --

Triumphbogen.

Du Caroussel, vollendet.
de l' Etoile, noch nicht ganz vollendet.
de Louis XIV., restaurirt.

Kays.

Napoléon, . . . . . . . . . vollendet.
Aux Fleurs, --
Morland, --
Catinat, --

Säule von Austerlitz.

Diese Säule auf dem Platz Vendame, ist mit dem, im J. 1815 eroberten Metalle bekleidet.

Place des Victoires.

Bronze-Statüe des, bei Marengo gebliebenen Generals Desaix. (Sie wurde, wegen ihrer Unförmlichkeit, weggebracht).

Oeffentliche Plätze.

Place Royale. Es wurde dort ein Bassin angelegt, aus
dem eine Wasserkunst hervorsprudelt, vollendet.
De l' Apport Paris, --
de la Rotonde, --
Rivoli, --

Pantheon.

Die Säulen der Kuppel, die den Einsturz drohten, wurden solider hergestellt:

Hôtel-Dieu.

Die Façade ward ganz restaurirt.

Canal de l'Ourcq.

Schiffbar gemacht, die Schleusen und das Bassin ganz beendigt.


Quellen und Literatur.

  • Schütz
  • Französische Miscellen Erster Band. Tübingen in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung 1803.
  • Napoleons Leben und Ende, mit einer Zugabe von Charakterzügen. Wiesbaden, bei L. Schellenberg, Hofbuchhändler und Hofbuchdrucker. 1822.