Pierre Bénézech

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Benezech (Minister), war vor der Revolution Administrationschef der Correspondenz von Straffe Neuve-St-Augustin zu Paris und Inhaber der kleinen Anschläge. Er ward unter dem Revolutionsgouvernement Chef von der Kommission der Waffen, und bey der Einsetzung des Direktoriums zum Minister des Innern ernannt.

Im Kampfe gegen die Beschuldigungen der Journalisten von der Demokratenparthey, verlangte er seine Entlassung; das Direktorium verweigerte sie aber und Letourneur, der den Auftrag erhielt, sich mit ihm darüber zu besprechen, bestimmte ihn, seine Stelle zu behalten.

1797 begab er sich nach Belgien, um, wie vorgegeben wurde, die Zweige der Administration, die von seinem Ministerium abhingen, in diesen Gegenden zu organisiren. In dem Verschwörungsplane von Lavilleheurnois, der von Regierungswegen bekannt gemacht wurde, war ihm die Beybehaltung seiner Stelle als Minister des Innern von Ludwig XVIII. zugesichert. Benezech durchreisete damahls die vereinigten Departements, schrieb nach seiner Zurückkunft an das Direktorium, daß er erstaunt sey, sich zu einer royalistischen Anstellung ernannt zu sehen, und berief sich auf seine Anhänglichkeit an die Republik.

Wenige Tage vor dem 18. Fructid. (4. Sept. 1797) gab das Direktorium François de Neufchateau Benezechs Stelle.

Nach dem 18ten Brümaire ward Benezech zum Staatsrath ernannt und ihm die Aufsicht über den Pallast der Thuillerien aufgetragen. Er wurde mit dem General Leclerc in dem Charakter eines Colonialpräfekten nach Domingo gesandt, gieng mit seiner Familie dahin, und starb daselbst 1802. Er hinterließ zwey Töchter, deren jeder das Gouvernement 900 Franken Pension bewilligt hat.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.