Pierre Bourbotte

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Bourbotte (P.) gebohren zu Vaux bey Avalon, trat mit einem seltnen Eifer der Revolution bey, und ward 1792 zum Deputirten bey dem Nationalkonvent ernannt. Er votirte, bey Ludwigs XVI. Prozeß, seinen Tod.

Im Laufe dieses Jahrs 1793 gieng er in die Vendee, wo er viele Proben seines Muthes ablegte und stets an der Spitze der republikanischen Kolonnen marschirte.

Der Wohlfahrtsausschuß schickte ihn nachher zur Rhein- und Moselarmee, wo er dieselbe Thätigkeit und denselben Muth an den Tag legte.

Im August 1794 meldete er dem Konvent die Einnahme von Trier, und die des Forts Rheinfeld.

Den 20sten May 1795 erklärte er sich für die Volksmasse der aufrührischen Vorstädte, und breitete dadurch seinen Fall; er wurde arretirt und sein Prozeß beschlossen. Man brachte ihn anfangs nebst andern auf das Schloß Terreau, führte ihn aber bald darauf vor eine Militärkommission. Bourbotte behielt während seines ganzen Prozesses eine heitere lustige Miene, empfieng sein Verdammungsurtheil mit Muth und brachte sich, als er die Treppe vom Tribunal hinabgieng, mehrere Stiche mit einem Messer bey, die aber nicht tödlich waren. Den folgenden Tag bestieg er das Blutgerüst in seinem 32sten Jahre.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.