Pierre Daunou

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Daunou (P. C. F.), gebohren zu Boulogne, ward 1791 Großvikarius des konstitutionellen Bisthums von Pas de Calais und im September 1792 Deputirter beym National-Konvent. Als der Prozeß Ludwigs XVI. seinen Anfang nahm, schlug er vor, die Untersuchung einem Kriminalgericht von Deputirten, oder dem hohen Gerichtshofe zu übergeben, wurde dann in die Proscription der Girondisten verwickelt und arretirt. Im Dez. 1794 kam er wieder in den Konvent. Den 22. April 1795 ward er Mitglied der Gesetzkommission zur Organisirung der Verfassung von 1793.

1798 erhielt er von dem Direktorium den Auftrag, die römische Republik zu organisiren. Er war einer der Bewerkstelliger der Revolution des 18ten Brümaire, und Mitglied der Kommission zur Wahl einer neuen Konstitution, die derjenigen zur Grundlage diente, welche Bonaparte der Nation vorlegte. Daunou schlug die Stelle im Staatsrathe aus, welche ihm Bonaparte antrug, und begnügte sich mit der eines Tribun.

1802 trat er wieder aus dem Tribunat und übernahm das Amt eines Aufsehers von der Pantheonbibliothek.

Er war ohne Widerspruch einer der besten Redner der letzten Gesetzgebungen, der sich durch eine richtige Logik und durch Klarheit in der Erläuterung seines Gegenstandes auszeichnete.

Im Monath Dezember 1804 übernahm er Camus Stelle als Archivarius im gesetzgebenden Körper.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.