René-Nicolas Dufriche Desgenettes

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Desgenettes (R. Dufriche) stammt aus einer edeln Familie in der Bretagne und ist geboren 1762.

Er widmete sich schon früh dem Studium der Arzneiwissenschaften, und trat 1796 unter Bonaparte's Armee in Italien zum ersten Male als gerühmter Arzt auf; zog auch mit ihm 1799 nach Aegypten, wo er sich durch seine Freimüthigkeit nicht weniger, als durch die rastlose Bemühung und Aufopferung für das Wohl der Soldaten, besonders beim Ausbruche der Pest in Syrien, auszeichnete, und sich den schändlichen Unmenschlichkeiten des Feldherrn gegen die Kranken von Jaffa kräftigst widersetzte. Nach Bonaparte's Flucht blieb er im innigsten Verhältniß beim General Kleber zurück, mußte aber nach dessen Ermordung Aegypten verlassen, und die Direction des Hospitium von Val de Grace übernehmen.

1805 wurde er nach Spanien gesendet, um die Natur des verheerenden gelben Fiebers zu studiren, und machte dann als Medecin en chef alle Feldzüge Napoleons mit, bis er 1812 zu Wilna gefangen wurde. Vom Kaiser Alexander frei gelassen, eilte er nach Dresden, schloß sich dort wieder an die Armee an, und blieb in Torgau, bis die Rückkehr des Königs ihn nach Paris rief, und ihn mit dem Commandeurkreuz der Ehrenlegion schmückte.

Wir verdanken ihm viele höchst interessante Werke.


Quellen und Literatur.

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.