Schlacht von Arcole

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Treffen bey Arcole.

Den 17. November 1796.


Das Heer, welches Mantua entsetzen sollte, stand unter dem Commando des Feldzeugmeisters Allvincy. Er ließ von Tyrol her nur eine Diversion machen, und rückte mit der Hauptarmee auf Verona vor. Buonaparte ging mit den Truppen, die er nicht zur Einschließung von Mantua unumgänglich zurücklassen mußte, dem General Allvinzy entgegen. Bey Arcole, das die Oesterreicher besetzt hatten, wurde die französische Avantgarde einen ganzen Tag aufgehalten. Vergebens stellten sich mehrere Generale, und unter diesen Augereau, an die Spitze, um eine kleine Brücke zu forciren. Vier von ihnen wurden verwundet; selbst die Gegenwart des Oberfeldherrn, Buonaparte, der sich der größten Gefahr aussetzte, vermochte nicht, dieß Hinderniß zu überwinden. Am folgenden Tage erbaute man mehrere Brücken; und nun kam es zu dem berühmten Treffen bey Arcole. Es war äußerst hartnäckig und blutig. Die Franzosen fochten mit unglaublichem Muth, aber umsonst war alle ihre Kühnheit. Sie konnten den österreichischen Batterien nicht widerstehen. Endlich kam der General Guieux den Oesterreichern im Rücken heran. Nun erst, mit Einbruch der Nacht, entschied sich die fürchterliche Schlacht zum Vortheil der Franzosen. Allvinzy mußte sich über Bassano zurück ziehen.


Quellen und Literatur.

  • Denkwürdigkeiten aus der Geschichte der österreichischen Monarchie. Auf jedem Tag des Jahrs gesammelt. Von G. A. Griesinger. Wien. Bey J. V. Degen, Buchdrucker und Buchhändler. 1804.