Schlacht von Cassano

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Sieg an der Adda.

Den 27. April 1799.

Unaufhaltbar rückten die österreichischen und russischen Colonnen im Frühjahr 1799 in Italien vor, um ihren großen Invasionsplan auszuführen. Da die Franzosen sich hinter der Adda halten zu wollen schienen, so beschloß Souwarow den Uebergang über diesen Fluß mit Gewalt zu bewerkstelligen. Von Nachts zwölf Uhr bis fünf Uhr früh wurden Brücken an den unwegsamsten Stellen geschlagen, über welche die Oesterreicher und Russen gingen. Sie griffen den linken Flügel der französischen Armee unter Serrurier heftig an, und schnitten ihn von der Hauptarmee ab. Serrurier mußte mit 2700 Mann das Gewehr strecken. Er ward nachher zu Mayland von Souwarow zur Tafel gezogen, und mit großer Auszeichnung behandelt. Man erzählt, das Souwarow unter andern zu ihm sagte: "Ich hoffe, Sie in Paris bald wieder zu sehen." -- "Das habe ich auch immer gehofft," antwortete ihm Serrurier mit seinem Doppelsinn. -- Die Schlacht an der Adda, die von sechs Uhr Abends dauerte, und das Schicksal der Lombardey entschied, wird gewöhnlich die Schlacht von Cassano genannt, weil dieser Ort das Centrum der französischen Position war. Am folgenden Tage (28. April) zog Souwarow in Mayland, der Hauptstadt der bisher bestandenen cisaplinischen Republik, ein, wo alles wieder auf den Fuß hergestellt wurde, wie es unter der österreichischen Regierung war.


Quellen und Literatur.

  • Denkwürdigkeiten aus der Geschichte der österreichischen Monarchie. Auf jedem Tag des Jahrs gesammelt. Von G. A. Griesinger. Wien. Bey J. V. Degen, Buchdrucker und Buchhändler. 1804.