Schlacht von Rivoli

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Misslungener Angriff auf die Stellung von Rivoli.

Der 14. Jäner 1797.


Da mit der Eroberung der Stellung bei Rivoli und dem Vordringen aus dem Etschthal der Entsatz von Mantua, welches die französische Division Serrurier berennte, entschieden war, so beschloss F. Z. M. Alvinzy, dessen General-Quartiermeister Major Veyrother war, dort den Hauptangriff, welcher durch Scheinbewegungen an der untern Etsch der Aufmerksamkeit des Feindes verborgen, von der Seite Tyrols her ausgeführt werden sollte. Das hiezu bestimmte Corps, 24,445 Mann stark, rückte in 5 Colonnen vor. In der Disposition, welche sehr zweckmässig war, wurde nichts verabsäumt, um alle Vortheile auf die Seite des Angriffs zu bringen. General Joubert hielt blos mit einigen tausend Mann die Stellung bei Madonna della Coronna besetzt, der Rest seiner Division lag in Quartieren um Rivoli. Ungleichzeitiges Eintreffen der Colonnen, wovon die eine durch frisch gefallenen häufigen Schnee auf dem Montebaldo aufgehalten wurde, verursachte Zeitverlust, und machte dem Feind die wahre Absicht des österr. Commandanten begreiflich, dessen Anstalten der französischen Heeresabtheilung unvermeidlichen Untergang bereitet hätten, wenn die Ausführung ihnen entsprochen hätte. Schnell nahm Bonaparte, der von Bologna herbeigeeilt war, seine Maassregeln. Der entscheidende Kampf begann am 14ten mit Tagesanbruch. Die Höhe der Markuskapelle, der Schlüssel der Position von Rivoli war erobert, und das österr. Heer nach einem auf allen Punkten glücklichen Angriff, gegen Mittag Sieger. Unerwartet verbreitete ein Reuterangriff des Feindes, welcher den Andrang der seinen Rückzug beunruhigenden Plenkler zurückwies, Furcht und Schrecken in die 3te und 4te Colonne, welche alle erkämpften Vortheile aufgebend, die Flucht ergriffen, und die 2te mit sich fortrissen. Jede Aufopferung, Anstrengung und Beispiel des österr. Befehlshabers war fruchtlos. Beide Theile erneuerten am folgenden Tage den Kampf, dessen Erfolg bei einer erst kürzlich zusammengesetzten, durch die Vorfälle des vorigen Tages entmuthigten Truppe, die meist aus Rekruten bestand, unschwer voraus mit einem unordentlichen Rückzug. Die erste Colonne, die in den Rücken des Feindes entsendet war, gerieth grösstentheils in feindliche Gefangenschaft. So unglücklich endigte eine Unternehmung, welche einen glänzenden Erfolg für Alvinzy's Ruhm verdient hatte.


Quellen und Literatur.

  • Historischer Militair-Almanach des 16. 17. 18. und 19. Jahrhunderts. Mit besonderer Hinsicht auf das letztere, und den oesterreichischen Kaiserstaat. Mit 15 Portraits, für Freunde der neueren und neuesten Kriegsgeschichte von Johann Ritter von Rittersberg. Prag bei C. W. Enders 1825.