Schlacht von der Trebbia

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Schlacht an der Trebia.

Den 19. Juny 1799.


Der größte Theil der russisch-österreichischen Armee hatte sich zwischen Tortona und Piacenza versammelt, um die Vereinigung der beyden französischen Heere, unter Macdonald und Moreau, zu verhindern. Souwarow beschloß, am 18. Juny dem General Macdonald eine entscheidende Schlacht zu liefern. Ungefähr eine Stunde herwärts der Trebia, einer der wildesten Ströme in Italien, fand Souwarow die ganze französische Macht in voller Schlachtordnung aufmarschirt. Die Franzosen mußten über die Trebia zurück gehen; die einbrechende Nacht machte dem Gefecht ein Ende. Am 19. Juny begann es von neuem. Die Franzosen fingen daselbe mit einem heftigen Feuer auf ihrer ganzen Linie an. Ihr linker Flügel drang zuerst über die Trebia vor; allein der Fürst Bagration nahm solchen in die Flanken und im Rücken, und drängte ihn wieder zurück. Auch im Centrum war der Angriff äußerst heftig. Der Erfolg blieb geraume Zeit zweifelhaft. Dem General, Fürsten Johann von Lichtenstein, wurden vier Pferde unter dem Leibe erschossen. Das Schlachtfeld und der Fluß waren mit Todten bedeckt. Endlich gegen die Nacht ward die ganze französische Linie hinter die Trebia zurück geworfen. Macdonald zog sich mit solcher Eile zurück, daß er alle seine Verwundeten in Piacenza zurück ließ, und Moreau mußte seine Stellungen wieder in das Genuesische verlegen.


Quellen und Literatur.

  • Denkwürdigkeiten aus der Geschichte der österreichischen Monarchie. Auf jedem Tag des Jahrs gesammelt. Von G. A. Griesinger. Wien. Bey J. V. Degen, Buchdrucker und Buchhändler. 1804.