Seroux

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Jean Nicolas, Baron Seroux, General-Lieutenant der Artillerie, geb. 1742, st. zu Compiègne den 5. September 1822.

In einem Alter von 12 Jahren trat Seroux in den französischen Kriegsdienst, zeichnete sich oft im siebenjährigen Kriege und zwar vorzüglich bei Hastembeck aus und war beim Ausbruch der Revolution Oberst-Lieutenant. Als Adeliger wurde er 1790 eingekerkert, aber kurz darauf wieder frei gegeben und befand sich seit diesem Zeit bis 1814 in allen Feldzügen. Während des Feldzugs nach Holland befehligte er die Artillerie. In Italien führte er lange Zeit das Obercommando in der Mark Ancona, ging dann nach Deutschland als Oberanführer der Artillerie der verschiedenen Armeecorps und stand namentlich in den letzten Jahren beim Corps des Marschall Ney. So wirkte er auch kräftig zum Siege bei Friedland mit, wo das Corps von Ney und seine Artillerie den Ausgang der Schlacht entschieden. Der Kaiser ernannte ihn unmittelbar darauf zum Großoffizier der Ehrenlegion. Zuletzt befehligte er noch die Artillerie in Magdeburg, welche wichtige Festung er bis zur Einsetzung Ludwigs XVIII. vertheidigte. Der König ernannte ihn zum Generallieutenant, allein er zog sich wegen seines Alters in den Ruhestand zurück und blieb bis seinen Tod von öffentlichen Geschäften entfernt.

Quellen und Literatur

  • Dr. R. Fl. Leidenfrost's französischer Heldensaal oder Leben, Thaten und jetzige Schicksale der denkwürdigsten Heroen der Republik und des Kaiserreichs, insonderheit der Waffengefährten und Marschälle Napoleons. Ilmenau, 1828. Druck und Verlag von Beruh. Friedr. Voigt.