Sextius Alexandre François de Miollis

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Miollis, französischer General, gemeiner Infanterist vor der Revolution.

Nachdem er in den ersten Jahren der Revolution schnell die untern Stufen durchlaufen hatte, wurde er 1795 bey der Armee in Italien angestellt, und zeigte viele persönliche Tapferkeit und Einsicht. Er fuhr fort 1796 und 1797 bey derselben Armee zu dienen, trug zu dem Siege bey Finale bey, und zeichnete sich hauptsächlich bey der Vertheidigung der Vorstadt St. Georg von Mantua aus, wo er den 25. Januar 1797 den General Provera zurückschlug, der hierauf mit seiner ganzen Division in Gefangenschaft gerieth.

Von da ging er nach Toskana, kommandirte 1799 in Livorno, erließ daselbst verschiedene Proklamationen zur Vertheidigung der Emigrirten, befahl die Einziehung der Güter, welche Unterthanen von feindlichen Mächten gehörten, ließ das Embargo auf alle Schiffe, die sich im Hafen befanden, legen, und den englischen und russischen Konsul arretiren.

Von da kam er nach Belle Isle en Mer zur 13ten Militär-Division, und im September 1805 wurde er von neuem Gouverneur von Mantua ernannt; hierauf erhielt er im November das Kommando von allen französischen Truppen in den nördlichen Italien, und sodann den Auftrag von dem Venetianischen Besitz zu nehmen, wo er im Februar den Vizekönig Eugen mit seiner Gemahlinn empfing.

Endlich rückte er im Februar 1808 in Rom ein, wurde da zum Kommandanten ernannt, und befindet sich noch immer auf diesem Posten.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.